Seiten

Freitag, 27. Oktober 2017

The Girl Who Saw His Dick.

Zunächst fühlte ich mich in meinem mittlerweile dritten Hostel in Perth ja wirklich gut aufgehoben, als aber dann - wie sollte es auch anders sein - wieder ein Drogenabhängiger durch das Zimmer stolperte und sein Bett suchte, sank meine Laune ganz schnell fast bis in den Keller. Dieser war nämlich im Gegensatz zu Mr. Eiffelturm richtig eklig, asozial und auch charakterlich ein ziemlich mieser Kerl. Warum habe ich eigentlich das Glück, mir die vier Wände immer nur mit ausschließlich Typen teilen zu „dürfen“? Und warum muss sich immer so ein Vogel unter ihnen befinden? Na gut, hilft nichts, dafür ist der Engländer super nett und solange er mich in Ruhe lässt, kann ich mich damit arrangieren. Muss ich mich ja. So, jetzt die „Kurzfassung“ der drei Vorfälle, die mir die letzten beide Nächte den Schlaf geraubt und einige Nerven gekostet haben:

#1: Tatsächlich kamen um 01:00 Uhr nachts noch zwei Mädels (natürlich Asiatinnen) an, die erstmal ganz ungeniert das Licht im Zimmer anmachten und in Ruhe ihre Sachen organisierten. Schlitzaugen hin oder her, geht’s? Sorry, der war böse, aber ich fand das einfach nur unverschämt. Kurzzeitig war dann Schlafenszeit, bis zwei Typen das Zimmer stürmten, meinten, Späße machen zu müssen und versuchten, mit jedem hier ein Gespräch anzufangen. Darauf hatte ich mitten in der Nacht absolut keine Lust, lies deshalb meine Augen zu und ignorierte sie bestmöglichst, bis sie nach einer viertel Stunde wieder verschwanden. Ein paar Stunden später standen die gleichen Spezialisten aber wieder im Zimmer (anscheinend arbeiten die hier an der Rezeption), da sich eine Person am Zimmer befand, die hier nicht hingehörte. Mein erster Gedanke: Bestimmt der abgefuckte Abhängige da oben! Aber nein, die zwei Asiatinnen haben nachts noch einen Freund mit ins Zimmer geschmuggelt, der sich zunächst in ein bereits belegtes Bett geflackt hat und weshalb wohl auch heute Nacht noch ein bisschen diskutiert wurde. Weg mit dem!

#2: Es stinkt nach Pisse. Widerlich. Ich wäre beinahe aus den Latschen gekippt, als ich abends zurück ins Zimmer kam. Das kann jetzt nicht sein Ernst sein, oder? Wie Inspektor Jones lief ich durch das Zimmer, um die Quelle ausfindig zu machen, weil ich Angst hatte, dass der absolut greisliche Drogenheini in mein Bett oder gar über meine Sachen gebieselt hat. Dem war aber zum Glück nicht so, den Ort des Übels konnte aber leider auch nicht herausfinden. Fenster auf!

#3: 26.10.17, 06:00 Uhr. Augen auf ... Augen ganz schnell wieder zu. Er stand vor meinem Bett. Direkt vor meinem Rucksack. Und glotzte mich an. Nackt. Splitterfasernackt. Mir fehlen immer noch die Worte. Ich wollte einfach nur weg. Um es nicht in die Länge zu ziehen: Nach ein paar Minuten und seinem Geschäft vor der Türe (also ganz ehrlich, jetzt reicht's!) lag er wieder auf seiner Matratze, woraufhin ich mit mentaler Unterstützung aus der Heimat sofort so leise wie möglich meine Sachen packte und mich aus dem Zimmer schlich, um das Monster nicht auf mich aufmerksam zu machen. An der Rezeption schilderte ich den Vorfall und konnte/durfte meine Sachen zum Glück schon in das Doppelzimmer, das ich für die nächsten zwei Nächte gebucht habe, bringen. Gesagt getan. 10 Minuten später schossen mir dann aber - auch wenn das Schlimmste überstanden war - trotzdem nochmal die Tränen in die Augen, weil auf einmal die Polizei vor der Türe stand und den nackten Mann abführte. Freilich nicht schlimm und eher positiv anzumerken, aber das war um kurz vor 07:00 Uhr und aufgrund der zwei bescheidenen Nächte in diesem Moment ein bisschen too much für mich. Ich wollte einfach nur noch schlafen, um überhaupt ansatzweise klar denken zu können. Bitte ein Bit Bett!

Leider war das nicht drin, da ich um halb 10 einen Termin bei der Bank hatte. Dank der lieben und unglaublich witzigen Asiatin (oh Wunder) Cindy von der Westpac Bank war das alles aber schnell nur noch halb so wild - was für eine coole Socke. She definitely made my day. He was completely naked? What have you done? I would have screamed! | Oh my good, it‘s [beer in Germany] cheaper than water! And it's usually 0,5 L not 0,3 L??? Then you share it with your friend, right? [Are you kidding me?] And you can buy 1 L in a glass? Oh my god, I have to go to Germany! When I want to party, I invite my friends, buy a lot of Corona ($2,50 each) and get drunk at home! It‘s to expensive at bars or clubs! | Thank you for your stories, Francesca! Nur ein paar Eckpunkte. Und ja, ich war bei der Bank. Und nein, Cindy ist keine junge Azubine. Schätzungsweise ist sie um die 35 und ich habe eher ihr zu danken, dass sie wirklich meinen Tag gerettet hat. Im Hostel war die Action natürlich auch großes Gesprächsthema: You are the girl who saw his dick, aren't you? Yeah, nice to meet you (too) ... Eine kurze Frustshoppingtour später sagte ich mir selbst: Was die Ott verspricht, das hält sie auch. Um 17:00 Uhr stand ich deshalb todmüde mit einem Sixpack Bundaberg/Cola am Flughafen am Arrivaltor und hüpfte trotzdem wie ein kleines Kind von links nach rechts und rechts nach links, so aufgeregt war ich. Eine ganze Stunde hat sie auf sich warten lassen, doch jetzt ist sie da, die Alte. Schön, dich endlich wieder zu sehen. Schön, die nächsten Erlebnisse mit dir teilen zu können. Gleichzeitig wird das jetzt aber auch wieder eine krasse Umstellung für mich, jemanden an meiner Seite zu haben, Kompromisse schließen zu müssen und - so blöd es klingen mag - wieder hauptsächlich Deutsch zu sprechen. Die letzten Wochen waren wirklich lehrreich und es ist darüber hinaus eine super Erfahrung wert, mal alleine unterwegs zu sein. Ich bin sehr gespannt auf die nächste Zeit und freue mich wahnsinnig auf Neuseeland und unseren Camper.

Eines will ich noch kurz sagen: Nicht nur Joes Ankunft war herzerwärmend, sondern auch die Telefonate gestern. Es tat so gut, mal wieder vertraute Stimmen zu hören. I miss you!


#nachsechswochenendlichwiedereinweizen 
#stattachtnurviereuroinderhappyhour 
#ichhätteheuteauchzehngezahlt

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Last Days „Alone“

Um da anzufangen, wo ich vor zwei Tagen aufgehört habe, eine kurze Geschichte zum Drogenabhängigen: Kurzzeitig dachte ich heute Früh im Halbschlaf, dass irgendwer betrunken durch das Zimmer stolpert oder sein Hochbett zerlegt, aber nein, es war wieder dieser mysteriöse Typ. Was er machte? Er klappte seine Matratze hoch und holte mit aller Gewalt eine Leinwand unter seinem Bett hervor. Ich habe ihn am Tag davor zeichnen sehen - Respekt für seine Insekten, die er da auf's Papier brachte (keine Ironie) - und erwartete schon Großes, allerdings war auf dem quadratischen Teil nur der Eiffelturm auf weißem Hintergrund zu sehen. Das typische Ikea-Bild gefiel ihm anscheinend nicht so sehr, weshalb er es wohl bei seiner Ankunft abhing und heute vor dem Auschecken wieder an seinem Platz im Zimmer anbrachte. Ich kann die Situation jetzt mit Sicherheit nicht so gut beschreiben, aber in dem Moment war das unauffällige Beobachten seiner Bemühungen einfach nur zum Schreien: Zuerst hing das Bild auf dem Kopf, dann 90 Grad nach links verdreht, 90 Grad nach rechts verdreht, wieder auf dem Kopf, ... ich könnte das jetzt ewig so weiterführen. Letztendlich blickte er mit vollster Zufriedenheit und wahnsinnig stolz auf die Leinwand, auf der der Eiffelturm von links nach rechts ins Bild ragte. So verließ er das Zimmer und ein paar Minuten später auch das Hostel mit einem leichten Grinsen im Gesicht.

Ich tat es ihm gleich, jedoch mit angestrengtem Blick und der Sorge, dass ich wieder in einer Absteige lande. Leider konnte ich nämlich nicht bis Samstag verlängern - fully booked out, das kann doch nicht sein. Gestern kostete es mich daher Stunden, bis ich eine Unterkunft gefunden habe, die von der Lage her passt, preislich in Ordnung und ab Donnerstag auch für zwei Personen verfügbar ist. So zog ich also 800 m weiter - das hört sich nicht weit an, aber mit zwei Rucksäcken und zwei Taschen voller Lebensmittel war das die reinste Tortur - ins Britannia On William. Eine herzliche Begrüßung (von einem Deutschen) an der Rezeption und einem Zimmerkollegen später fühlte ich mich gleich pudelwohl, auch wenn das Hostel hier nicht mit dem anderen mithalten kann. Sonst waren die letzten zwei Tage nicht wirklich aufregend. Laufen war ich heute Mittag, dieses Mal immerhin 6 km, ein bisschen durch die Stadt gewandert bin ich und mit einer 23-jährigen Lisa habe ich mich auf einen Kaffee getroffen. Nachdem ich auf Facebook gelesen habe, dass sie Mädels sucht, die mit ihr einen Roadtrip in den Süden machen, habe ich mir gedacht, dass ich ihr doch mal von unseren Plänen erzähle. Das Ende vom Lied ist auf jeden Fall, dass sie sich gerne anschließen würde. Ich bin mir zwar gerade nicht so ganz sicher, ob sie mir nicht nach zwei Tagen schon auf den Keks gehen wird, aber wenn wirklich müssen wir sie eben irgendwo aussetzen. Ein Zelt hat sie ja, meinte sie. Scherz, die basst scho ... bloß niad zu uns. Is hald koi Bayerin, gall Hofmeister. Nein, jetzt ist mal gut, die kann wegen mir schon mitkommen. Johanna, auch wenn du vielleicht gerade am Packen bist und langsam die Krise bekommst - gib doch bitte mal deinen Senf dazu und antworte mir auf meine Nachricht! Ich bin glaub ich gerade aufgeregter als du selbst!



Sport gibt dir das Gefühl, dass du nackt besser aussiehst. 
Wein übrigens auch.

Montag, 23. Oktober 2017

Kings Park And Botanic Garden.

Was hab ich da gestern Abend noch auf diesem Instagram gelesen: Tomorrow you'll wish you had started today. #motivationalquotes. Klingt unglaublich lächerlich, aber ich habe daraufhin heute Morgen den Bann gebrochen. Laufen kann man es nur nicht wirklich nennen, nach zwei Kilometern und 50 Hustenanfälle später brauchte ich schon die erste Pause und legte im Hyde Park ein nicht ganz so anstrengendes, kurzes Workout ein. Der Vormittag ist für mich aber auch einfach kein guter Zeitpunkt, um Sport zu treiben und heiß war es zudem auch schon. Ausreden, ja ja. Immerhin habe ich mal wieder was getan und konnte mit einem "guten" Gefühl in den Tag starten. Den Rest des Sonntags habe ich heute im Kings Park und Botanischen Garten verbracht, wobei ich auf dem Weg dorthin schon fast umkehren wollte, weil ich mir natürlich wieder die beste Strecke direkt an der Hauptstraße entlang ausgesucht habe und ewig lang kein Ende in Sicht war. Danke GoogleMaps. Endlich angekommen wurde man aber mit einem tollen Ausblick auf Perth belohnt. Wenn im Vorfeld gewusst hätte, dass der Stadtpark mit seinen 400 Hektar zu den größten der Welt zählt und sogar größer als der Central Park in New York ist, wäre ich ein bisschen früher losgegangen. Was ich ganz interessant fand: Fast die Hälfte der 25.000 Pflanzenarten Australiens sind in WA beheimatet und zwei Drittel von diesen wachsen nirgendwo anders auf der Welt (auf natürliche Weise). Ich bin jetzt kein Pflanzenkenner, aber die Dinger haben teilweise schon außergewöhnlich ausgesehen. Höhepunkt war der Lotterywest Federation Walkway mit der Hängebrücke zwischen den Baumwipfeln, von der aus man wunderbar auf den Swan River und die Wolkenkratzer blicken konnte. Irgendwo auf einer Wiese machte ich dann Pause, genoss die Sonnenstrahlen auf meinem Rücken und schwelgte ein bisschen in Gedanken.



Viele werden jetzt denken: Die Alte hat ein Leben! Heute habe ich mir das zugegebenermaßen auch gedacht. Gleichzeitig muss ich aber sagen, dass es nicht immer einfach und garantiert nicht schmerzfrei ist, die Käfigtür zu öffnen, loszuflattern und sich neu zu orientieren. Es ist anstrengend, kräftezehrend und verwirrend. Trotzdem bin ich zu 100 Prozent davon überzeugt, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sitzen und habe noch in keiner Sekunde ernsthaft bedauert, im März diesen blöden roten Zettel in den Briefkasten des Schulamtes geworfen zu haben. Und wenn es für mich persönlich nicht das Beste gewesen wäre, was ich vor mittlerweile fast sechs Wochen hätte machen können, wäre ich eben wieder zurück in die (auch schöne) Oberpfalz geflogen und gleichermaßen eine Erfahrung reicher geworden. Doch dieser Alltag zuhause ist im Moment so unglaublich weit weg (und das nicht aufgrund dessen, dass ich mich in dieser Sekunde am anderen Ende der Welt befinde), dass ich das Gefühl gar nicht so recht in Worte fassen kann. Zeitverschiebung hin oder her, hier ticken die Uhren anders. Man hat andere Sorgen und Probleme, doch von Panik ist keine Spur. Warum den Kopf zerbrechen? Für jedes Problem gibt es eine Lösung und die ergibt sich erfahrungsgemäß schneller, als man erwartet. Pläne? Pläne will ich mir schon gar nicht mehr machen und am liebsten alles spontan nach dem Aufstehen entscheiden. Oftmals habe ich das jetzt auch schon. Das klingt sehr naiv und ich hätte nie gedacht, dass ich diese Einstellung mal mit mir selbst vereinbaren kann, aber fast alles, was ich bisher im Voraus gebucht habe, habe ich irgendwo bereut. Das Leben ist selten einfach, geh einfach los. Mach das, was sich für dich gut anfühlt. Du würdest gerne, das ist aber alles nicht so leicht? Es mag vielleicht nicht leicht sein, das stimmt, der erste Schritt ist jedoch immer der schwerste. Es kommt auch nicht darauf an, wie groß er ist, sondern in welche Richtung er geht. Und wer wirklich will, findet immer einen Weg. Irgendwann? Wir leben alle auf den besonderen Tag hin, den Tag X. Dieser "wenn ich erstmal, dann ..."-Tag, der nur höchst selten wirklich eintritt. Wir leben unser Leben, als wären wir unsterblich. Wir warten zu viel ab. Wir denken zu viel nach. Wir wollen keine Fehler machen. Und wenn wir alt sind, und unsere Tage knapp, erst dann werden wir kapieren, wir hatten nie was zu verlieren. One day baby, we‘ll be old, oh baby we‘ll be old and think of all the stories that we could have told. Unsere Geschichten bleiben viel zu oft traurige Konjunktive. Es geht hierbei nicht primär ums Reisen, sondern schlichtweg nur ums Machen. Ums Freisein. Heute stehe ich gefühlstechnisch wohl wieder mal am Gipfel des Berges, richtig. Ich fühle mich einfach nur frei, so blöd sich das jetzt auch anhören mag. Und nein, ich habe nichts geraucht.

Twenty years from now you will be more disappointed by the things you didn't do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.

Mark Twain.

So, zurück zu meinem sonnigen Sonntag, ich will hier schließlich keinen Lebensratgeber schreiben: Da ich ich nicht so recht Lust auf Kochen hatte und bei der warmen Abendsonne außerdem nochmal zur Esplanade wollte, schaute ich dort beim Annalkshmi vorbei. Gleiches Konzept wie in Singapur, die Auswahl war zwar gering, dafür aber lecker. Es war eine gute Entscheidung: Ich habe dort zwei Inder kennengelernt, die seit 2,5 und 6 Jahren in Perth leben (und nicht wirklich typisch indisch aussehen) und bin heute das erste Mal so richtig mit jemandem ins Gespräch gekommen. Beziehungsweise sollte ich sagen, dass ich mich auch mal wirklich wohl dabei fühlte. Was ich denn von Angela Merkel halte und wie ich diesbezüglich so in die Zukunft blicke, wollte Ashish wissen, der irgendetwas mit international ??? studiert. Wahrscheinlich Politikwissenschaften oder so. Also für eine intensive Polit-Diskussion bin ich selbst in Deutschland nicht gewappnet. Es war auf jeden Fall eine interessante Unterhaltung und außerdem wurde mir zuletzt noch angeboten, dass sie mir am Dienstag oder Mittwoch ein bisschen die Stadt zeigen. Mal sehen, wie bis dahin die Lage so ist. Da mir die beiden aber echt sympathisch waren, denke ich, dass ich darauf zurückkommen werde. Heute liege ich übrigens mit einem Drogenabhängigen im 6er-Zimmer, der mir schon am Freitag unangenehm auffiel. Er ist aber auf den zweiten Blick ein ganz friedlicher Kerl, hoffe ich. Nur seine Musik könnte er langsam mal ausmachen.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Perth Round Two.

Die Fliegen in Flycity hätten mich gestern Früh beinah noch wahnsinnig gemacht. Sogar beim Zähneputzen musste man aufpassen, dass einem kein so ein Mistviech in den Mund fliegt. Fünf Minuten länger und ich wäre zu Fuß losmarschiert, man haben mich die kleinen Biester aggressiv gemacht. Bei der Mittagspause zwei Stunden später war es leider auch nicht recht viel besser. Es gab übrigens leckere Wraps, wer hätte das gedacht. Um 15:00 Uhr erreichten wir dann - pünktlich wie die Maurer - das Billabong Hostel in Perth. Ein paar Umarmungen später und ein Zelt reicher (Sun und Debby traten gestern noch ihren Heimflug an und wollten es deswegen loshaben) machte ich mich auf zu "meinem" Hostel. Da es irgendwie zu einer Doppelbuchung gekommen ist, bin ich die Glückliche, die bis Sonntag in einem 2er- statt 6er-Zimmer nächtigen darf. Was mich aber noch viel, viel glücklicher macht: Ich habe nach drei Wochen wieder saubere, trockene Wäsche und konnte mich endlich unter eine Dusche ohne Salzwasser stellen. Ich wusste ja schon gar nicht mehr, dass sich meine Haare eigentlich so glatt anfühlen. Da ich außerdem absolut keine Böcke mehr auf ekliges Leitungswasser mit Chlorgeschmack hatte, lief ich gleich schnurstracks zum Supermarkt. Wieder einmal ein Fall von "Gehe nie mit einem Hungergefühl einkaufen". Wenn ich am Rückweg nicht ein paar 100 Meter mit dem Blue CAT gefahren wäre, hätten es meine Einkäufe beim besten Willen nicht in die Hostelküche geschafft. Nach dem Essen kletterte ich auch schon in meine einigermaßen bequeme Falle in der Besenkammer. Ich dachte ja, dass ich meine Stirnlampe jetzt erst mal nicht mehr brauche und hatte sie schon in den Tiefen meines Rucksacks verstaut, nachdem der mir etwas suspekte Typ aber seit meiner Ankunft im Bett lag und pennte, wollte ich mal höflich sein und beim Sortieren meiner Socken das Deckenlicht nicht anmachen. Eigentlich hätte ich Baustrahler auspacken sollen, also na, wou kumm ma denn dou hi. Um 21:00 Uhr konnte ich dann wenigstens sicher gehen, dass er noch lebt, da er sich mit seinem Skateboard auf "seine Socken" machte. Ich weiß ja irgendwie nicht so ganz, was ich davon halten soll, aber gut, so hab ich meine Ruhe. Wie schön, frisch geduscht in einem einigermaßen bequemen Bett zu liegen und sich eine Doku über Nordkorea (ja man, sie war interessant!) auf dem iPad reinzuziehen. Da ich das so genossen habe, hatte ich einfach keine Lust, groß was zu schreiben. Ich dachte zudem, dass ich eh nichts zu erzählen habe, doch irgendwie habe ich jetzt doch wieder viel mehr gelabert, als ich eigentlich wollte.



Heute gab es ein kleines Wechselbad der Gefühle. Da ich gestern nach dem Duschen knappe fünf Minuten (wirklich) kämpfen musste, um in meine frisch gewaschene Jeans zu schlüpfen, habe ich ja leicht die Krise bekommen. Alex: "Alle die ich kenne, haben in Australien voll zugenommen. Montag und Dienstag Dominos Pizza, du wirst schon sehen!". ALEX, ICH HAB' HIER BIS JETZT WEDER PIZZA NOCH FASTFOOD GEGESSEN, VERDAMMT! Ich will und werde hier nicht zunehmen! Im Gegenteil! Heute Abend gehe ich eine Runde laufen! Den Vormittag verbrachte ich trotz alledem erstmal entspannt damit, Musik für die nächsten Wochen herunterzuladen und schaute mittags anschließend in die Murray Street (Fußgängerzone). Meine weißen Klamotten kann ich nämlich in die Tonne treten, mein Lieblings-Levi's- Jeanshemd ist gerissen - jetzt sag' BITTE nicht, dass meine Arme auch fetter geworden sind - und vielleicht findet sich ja ein Jeansrock für die hoffentlich kommenden wärmeren Tage. Ich muss zugeben, dass ich schon kleine Shoppingqueen bin. Umso fieser war es heute, da ich sooo viele schöne Sachen entdeckt hätte, aber die Nähte meines Rucksacks wie auch die meines Hemdes auch so schon fast platzen. Beim Sale im Myer hab ich Levi's Jeans entdeckt, mich meinen großen Befürchtungen gestellt und dasselbe Modell anprobiert, dass mich gestern zur Verzweiflung brachte: Ich hätte vielleicht beim Waschen doch nur "warm" statt "heiß" wählen sollen, ich habe immer noch die gleiche Größe. Mein Tag ist gerettet. Verliebt habe ich mich aber in eine andere Hose, die natürlich nicht wie sonst wirklich alles reduziert war. Nach langem Hin und Her entschied ich mich trotzdem für das geile Teil. Einen Rock habe ich auch noch gefunden. Ich weiß, das ist jetzt viel Bla Bla, aber eins muss ich in diesem Atemzug noch loswerden, ob ihr es hören wollt oder nicht: Ich hab' mir in der Umkleide an so einem bescheidenen Preisschild so dermaßen die rechte Arschbacke aufgeschnitten, dass ich sie erst nach gefühlten fünf Stunden wieder verlassen konnte. Herrschaftszeit'n. Da das alles insgesamt sehr viel Zeit in Anspruch nahm, machte ich mich nach einem weiteren Stopp im Supermarkt (Wasser! Wasser mit Kohlensäure!) auf den Rückweg. Meine Laune hat sich aufgrund der Jeansgeschichte stark gebessert, mein Hinterteil brennte dafür aber wie Feuer und außerdem war ich nach den Strapazen echt ganz schön platt. Wie aus heiterem Himmel wurde ich schräg von der Seite angelabert: "Hi, I just want to say, that you are very attractive!". Ja gruzefix. Ich weiß in solchen Situationen selbst in Deutschland immer nicht, was ich groß darauf sagen soll und muss hier - irgendwie peinlich berührt und komplett überfordert - irgendetwas Sinnvolles auf Englisch von mir geben. "Haha, thanks". Wie a kloins Schulmoidl bin i dagstand'n, mit meim Rucksackerl. D' Oarschbacka hod brennt. "You're from Germany, right?". Stellen sich wohl alle Deutschen so dumm an? Nein, man sieht es angeblich an meinen blonden Haaren und meinen Augen. Blonde Haare? Also sie sind heller geworden, ja, aber blond? Das wird mir jetzt alles zu wild, schön ist er auch nicht wirklich (wenn auch ausnahmsweise mal nicht rot, ich kann es gar nicht glauben), ich muss weiter. Es muss an dieser grauen Jeansshorts und dem grauen Top liegen, das hatte ich letztes Mal in München auch an und sah nach einer durchzechten Nacht ungefähr genauso fertig aus wie heute. Auf jeden Fall musste ich wegen dem Vorfall den ganzen Heimweg grinsen, den Kopf schütteln und da ich in letzter Zeit einfach ein unglaublich fauler Hund bin, ging ich natürlich nicht mehr laufen. Zu meiner Entschuldigung muss ich aber sagen, dass ich immer noch ein bisschen erkältet bin. Langsam geht es mir echt auf den Zeiger. Aber auch die Erkältung bringt bzw. brachte einen (sehr) positiven Aspekt mit sich: Ich musste den/meinen/unseren Gestank im Bus nicht ertragen. Jetzt sitze ich wieder im Bett. Der Skaterboy ist erfreulicherweise weg. Meine Sportsachen sind ausgepackt. Sie warten auf ihren Einsatz. Morgen dann.



[Weitere Bilder vom Trip nach Exmouth]

Freitag, 20. Oktober 2017

Nine Hours Straight Ahead.

Nine hours on the road back to Perth. Neun Stunden nur geradeaus. Neun Stunden links und rechts ausschließlich Buschland. Anfangs eher weniger, mit der Zeit immer mehr "Busch". Etwas über die Hälfte der Strecke haben wir heute hinter uns gebracht. Wenn man sich die heutigen 780 km mal auf der Landkarte zu Gemüte führt, kann man glaub ich nur die Augenbrauen hochziehen und dabei ein bisschen ins Staunen geraten. Vor allem wenn man bedenkt, dass in Australien nur ein Viertel so viele Menschen leben wie in Deutschland. Nachdem mich der Wind heute Nacht fast wahnsinnig gemacht hätte, vergingen die ersten beiden Stunden aber im wahrsten Sinne des Wortes wie im Schlaf. Bei einem Stopp in Coral Bay verabschiedeten wir uns nach den zwei Amerikanerinnen auch noch von Becci und Theodor, die die nächsten Tage weiter nach Broome reisen. Somit waren es nur noch 9. Ich bin ja echt froh, dass ich die Pies und das süße Gebäck in der Bakery dort erst heute probiert habe, sonst hätte ich vor drei Tagen wahrscheinlich den ganzen Laden leergegessen.

Ein paar Stunden und ein halbes Buch später war an unserem letzten Abend in Flycity (ich nenne diesen Platz mitten im Busch jetzt mal so), wo wir auch schon unsere zweite Nacht verbrachten, nur noch Restlfestl angesagt. Die Dunplingpampe war heute aber nicht mehr so der Burner, auch wenn - wie bei jedem Essen - wieder (und das ist jetzt nicht übertrieben) alle dreißig Sekunden die Worte "soooooo good" fielen. Mal mit mehr, mal mit weniger Betonung auf das "so". Das werde ich sicherlich nicht vermissen, war schon etwas übertreiben und ist mir die letzten Tage leicht auf den Keks gegangen. Die drei liebenswerten Asiatinnen haben sich dabei nochmal jeweils eine Flasche Rotwein aufgemacht, um ihren bisher außergewöhnlichsten Trip zu feiern, jetzt geht's aber los. Allgemeinen betrachtet wurden die letzten Tage immer kürzer - heute war es erst 21:00 Uhr, als sich alle in ihre Zelte verkrochen. Morgen starten wir aber dafür schon relativ früh, damit wir hoffentlich gegen 15:00 Uhr in Perth ankommen. Wo ich dort dann hinmarschiere und nächtige, werde ich im Laufe des Tages entscheiden. Auf jeden Fall nicht in das Obdachlosenresort von vor zwei Wochen. Wenn ich daran denke, bekomme ich wirklich Gänsehaut in meinem Schlafsack. Ordentlich Duschen. Wäsche waschen. In einem einigermaßen bequemen Bett schlafen. Wie ich mich darauf freue. So sehr, dass ich sogar schon davon träume.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Cape Range National Park.

Nach einer Nacht mit bis zu 40 km/h Windgeschwindigkeit starteten wir heute Früh um 08:30 Uhr Richtung Cape Range National Park, der satte 506 km^2 umfasst. Wanderung 1: Mandu Mandu Gorge, Wanderung 2: Yardie Gorge Trail. Obwohl es eher kurze Spaziergänge waren, hat die Weltmeisterin im irischen Volkstanz nach 30 Minuten wieder schlapp und dabei auch noch ein kleines Theater daraus gemacht. Mensch Meier, sowas kann ich ja absolut gar nicht abhaben. Zurück beim Schoolbus gab es dann zum achten Mal in Folge Wraps. Klingt schrecklich, ich kann sie aber zum Glück immer noch sehen. Den Nachmittag verbrachten wir anschließend am Turquoise Beach - wieder einmal ein traumhafter, weißer Sandstrand wie aus dem Bilderbuch. Das Schnorcheln habe ich ausgelassen, mehr möchte ich dazu nicht sagen. Abends starteten dann einen weiteren Versuch, den Sonnenuntergang am Berg beim Lighthouse zu sehen, dieses Mal mit Erfolg. Aufgrund dessen, dass das hier in der Pampa der einzige Ort ist, an dem man Empfang hat, blieben Theodor und ich noch ein bisschen sitzen, während die anderen den Rückweg antraten.

Plötzlich stand ich aber alleine da. Ok, nicht ganz: Die drei Kängerus vor mir leisteten mir unerwünschte Gesellschaft. Dunkel war es auch schon. Klasse. Im Zuge dessen muss ich dem Arsch namens Georg H. meinen herzlichen Dank aussprechen, der mich auf einem richtig dummen Facebookvideo markiert hat (ich hasse sowas übrigens!), das ich vertieft anschaute, während sich der Engländer verabschiedete. Leicht nervös wanderte ich daraufhin gleich los, sah Mr. Dumpling glücklicherweise aber ein paar Meter weiter unten, dessen Orientierungssinn meinen bestimmt um Lichtjahre übertrifft. Insgesamt war es noch ein schöner, wenn nicht sogar der schönste Abend bisher. Mittlerweile verstehe ich den Großteil und nachdem die Hälfte der Crew jetzt ebenfalls Bier mit den unterschiedlichsten Gegenständen aufmachen kann, sind alle Hemmungen gefallen. "You're a very good teacher!" - das wenn meine Schüler auch mal von sich geben würden. Erkenntnis des Tages: Ich war bis heute - dank der Outfits, auch am Strand - der festen Überzeugung, dass Sun/San/Sang/... (keine Ahnung, wie man diesen Namen schreibt) ein Männchen ist. Nachdem er/sie aber hinter mir ins Damenklo marschierte und bei der Bierflaschenohneflaschenöffneraufmachenübungsstunde bei lautem Gelächter der Spruch fiel "she wants to be a real man", bin ich mir jetzt sicher: Da baumelt unten nix ummanand.


Dienstag, 17. Oktober 2017

Exmouth And Charles Knife Canyon.

Heute Morgen konnten wir nach dem windigen Tag gestern nochmal Schnorcheln gehen. Wieder einmal musste ich aber feststellen, dass das irgendwie nicht so mein Ding ist. Ständig hatte ich Salzwasser in der Gosch'n und dachte, dass ich gleich ersticken muss. Die Korallen etwa einen Meter unter mir machten das Ganze nicht besser, da ich wegen diesen bei meiner super Wasserlage kaum mehr schwimmen konnte und wohl wie ein räudiger Hund kurz vor'm Absaufen ausgesehen haben muss. Vielleicht bin ich einfach zu blöd dafür, kann auch sein. Auf dem Weg Richtung Exmouth legten wir ein paar Fotostopps beim Charles Knife Canyon ein. Diese Westküste ist schon Wahnsinn: Meilenweit unberührte Natur und so gut wie keine Zivilisation.

Am Ningaloo Reef wollte ich nachmittags eigentlich meinen nächsten Surfversuch wagen, allerdings war es (wieder) viel, viel zu windig, sodass wir einige Zeit am Hügel beim Vlamingh Head Lighthouse verbrachten und auf den Sonnenuntergang warteten. Da es uns dort beinah weggeblasen hätte, wurde im Bus "Cards Of Humanity" ausgepackt. Den Asiatinnen war das aufgrund der Sprache etwas zu schwierig, ich hab' mir jetzt aber mal einen Arschtritt gegeben und einfach mitgespielt. Kapiert habe ich zwar nicht alles, gewonnen hätte ich aber trotzdem fast. Anfängerglück, es muss sehr großes Anfängerglück gewesen sein. Der Sonnenuntergang wäre bei der 360-Grad-Aussicht sicherlich super gewesen, nur leider haben ihn uns die Wolken etwas versaut.

Reiseblues.

Gerade wäre ich am liebsten zuhause. Ich kann zwar nicht sagen, dass ich "Heimweh" habe, nein, das ganz und gar nicht, gerne hätte ich aber jemanden bei mir, mit dem ich mal über etwas anderes als über meine Pläne nach dieser Tour hier oder irgendwelche belanglosen Dinge reden kann. Der erzwungene Kindergarten-Smalltalk nervt mich gewaltig. Ich brauche daheim ja schon teilweise ein bisschen Zeit, um mit jemandem wirklich warm zu werden - angesichts der Sprachbarriere scheint es mir hier aber im Moment nahezu unmöglich, so ganz anzukommen. Vielleicht sollte ich mir nicht so viele Gedanken über mein Englisch machen, meinen Perfektionismus ablegen und einfach loslabern, doch das fällt mir irgendwie schwer. Vor allem wenn daraufhin eine Gegenfrage kommt und du wegen dem bescheidenen Dialekt nur die Hälfte verstehst. Warum muss ich hier auch die einzige Europäerin sein? Man! Außerdem sind alle schon eine gefühlte Ewigkeit unterwegs und reden über Sachen, Orte, Menschen, von denen ich noch nie gehört habe. Ich bin aber auch ein armes Würstchen, ja ... ich muss jetzt einfach mal ein bisschen rumjammern. Es ist vermutlich nur ein Tief nach dem gestrigen Hoch (und der Flasche Wein). Laufen ist mit der dummen Erkältung auch noch nicht drin, ich bin im Moment einfach unzufrieden. Darüberhinaus konnte ich mich heute auch für nichts begeistern, habe deswegen vormittags nochmal im Zelt geschlafen und den Nachmittag mit dem Reiseführer am Strand verbracht. Wenigstens ho i a gscheide Foarb greygt, die Sonne hier ist schon brutal. Bei einem kleinen Spaziergang durch das flache Wasser trafen wir auf ein paar Stachelrochen und um die 20 "kleine", ca. 1 m lange Haie. Die haben in mir aber etwa so viel Emotionen ausgelöst wie der Jahresbericht vom Hasenzüchterverein Schwandorf. Mein Erinnerungsspeicher ist mittlerweile voll. Vielleicht ein kleiner Reiseblues. 

"Gut möglich, dass du bislang in einem hohen Tempo gereist bist und deine Tage vollgepackt waren mit Unternehmungen. Nimms ein bisschen lockerer und bleibe mal ein bisschen länger an einem Ort. Lass etwas wie Alltag zu. Nimm den Druck von dir, alles sehen zu müssen und möglichst viele Erlebnisse zu machen. Das stumpft dich nur ab."

Wohl wahr. Wenn wir jetzt nicht gleich Grillen machen, bekomm' ich auf jeden Fall die Krise. Und eine Bitte: Übt einfach so lange, bis ihr euer Bier ohne meine Hilfe aufbekommt, danke.

Montag, 16. Oktober 2017

Coral Bay.

Nachdem wir gestern relativ weit gefahren sind, ging es heute "nur" noch ca. 1,5 Stunden in den Norden über The Tropic Of Capricorn, der Markierung des südlichen Wendekreises in WA nach Coral Bay, einem kleinen 200-Einwohner-Örtchen ca. 150 km südlich von Exmouth. Weißer Sandstrand, türkises Wasser, farbenfrohe Fische und ja, irgendwie nicht ganz so schöne braune Korallen. Bei dem genialen Wetter verbrachten wir den ganzen Tag am Strand. Ich hatte dabei die ehrenvolle Aufgabe, alle zehn Minuten ein Bier aufzumachen, weil das hier kein Schwein mit etwas anderem außer einem Flaschenöffner kann. Oh Leid, wou kumm man dou hi? Dass die Jungs auch nicht Fußballspielen können, hab' ich ja schon erwähnt. Mei oh mei.

Idee von dem Ching-Chang-Chong-3er-Gespann: Dumplings. Dumplings für 13 Leute. Nachmittag um 15:30 Uhr fiel der Startschuss und nach sage und schreibe vier Stunden waren die Dinger dank der Wein- und Bierflaschen, mit denen wir den Teig ausgerollt haben, dann endlich fertig. Amen. Gut waren sie ja schon, aber wahrscheinlich hauptsächlich aufgrund der Arbeit, die wir in die kleinen Teigtaschen gesteckt haben. Eine Runde Busfahrer und ein paar Horseraces am Strand rundeten den Abend ab und sorgten dafür, dass ich einfach nur noch ins Bett fiel.