Nach einer Nacht mit bis zu 40 km/h Windgeschwindigkeit starteten wir heute Früh um 08:30 Uhr Richtung Cape Range National Park, der satte 506 km^2 umfasst. Wanderung 1: Mandu Mandu Gorge, Wanderung 2: Yardie Gorge Trail. Obwohl es eher kurze Spaziergänge waren, hat die Weltmeisterin im irischen Volkstanz nach 30 Minuten wieder schlapp und dabei auch noch ein kleines Theater daraus gemacht. Mensch Meier, sowas kann ich ja absolut gar nicht abhaben. Zurück beim Schoolbus gab es dann zum achten Mal in Folge Wraps. Klingt schrecklich, ich kann sie aber zum Glück immer noch sehen. Den Nachmittag verbrachten wir anschließend am Turquoise Beach - wieder einmal ein traumhafter, weißer Sandstrand wie aus dem Bilderbuch. Das Schnorcheln habe ich ausgelassen, mehr möchte ich dazu nicht sagen. Abends starteten dann einen weiteren Versuch, den Sonnenuntergang am Berg beim Lighthouse zu sehen, dieses Mal mit Erfolg. Aufgrund dessen, dass das hier in der Pampa der einzige Ort ist, an dem man Empfang hat, blieben Theodor und ich noch ein bisschen sitzen, während die anderen den Rückweg antraten.
Plötzlich stand ich aber alleine da. Ok, nicht ganz: Die drei Kängerus vor mir leisteten mir unerwünschte Gesellschaft. Dunkel war es auch schon. Klasse. Im Zuge dessen muss ich dem Arsch namens Georg H. meinen herzlichen Dank aussprechen, der mich auf einem richtig dummen Facebookvideo markiert hat (ich hasse sowas übrigens!), das ich vertieft anschaute, während sich der Engländer verabschiedete. Leicht nervös wanderte ich daraufhin gleich los, sah Mr. Dumpling glücklicherweise aber ein paar Meter weiter unten, dessen Orientierungssinn meinen bestimmt um Lichtjahre übertrifft. Insgesamt war es noch ein schöner, wenn nicht sogar der schönste Abend bisher. Mittlerweile verstehe ich den Großteil und nachdem die Hälfte der Crew jetzt ebenfalls Bier mit den unterschiedlichsten Gegenständen aufmachen kann, sind alle Hemmungen gefallen. "You're a very good teacher!" - das wenn meine Schüler auch mal von sich geben würden. Erkenntnis des Tages: Ich war bis heute - dank der Outfits, auch am Strand - der festen Überzeugung, dass Sun/San/Sang/... (keine Ahnung, wie man diesen Namen schreibt) ein Männchen ist. Nachdem er/sie aber hinter mir ins Damenklo marschierte und bei der Bierflaschenohneflaschenöffneraufmachenübungsstunde bei lautem Gelächter der Spruch fiel "she wants to be a real man", bin ich mir jetzt sicher: Da baumelt unten nix ummanand.
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