Um da anzufangen, wo ich vor zwei Tagen aufgehört habe, eine kurze Geschichte zum Drogenabhängigen: Kurzzeitig dachte ich heute Früh im Halbschlaf, dass irgendwer betrunken durch das Zimmer stolpert oder sein Hochbett zerlegt, aber nein, es war wieder dieser mysteriöse Typ. Was er machte? Er klappte seine Matratze hoch und holte mit aller Gewalt eine Leinwand unter seinem Bett hervor. Ich habe ihn am Tag davor zeichnen sehen - Respekt für seine Insekten, die er da auf's Papier brachte (keine Ironie) - und erwartete schon Großes, allerdings war auf dem quadratischen Teil nur der Eiffelturm auf weißem Hintergrund zu sehen. Das typische Ikea-Bild gefiel ihm anscheinend nicht so sehr, weshalb er es wohl bei seiner Ankunft abhing und heute vor dem Auschecken wieder an seinem Platz im Zimmer anbrachte. Ich kann die Situation jetzt mit Sicherheit nicht so gut beschreiben, aber in dem Moment war das unauffällige Beobachten seiner Bemühungen einfach nur zum Schreien: Zuerst hing das Bild auf dem Kopf, dann 90 Grad nach links verdreht, 90 Grad nach rechts verdreht, wieder auf dem Kopf, ... ich könnte das jetzt ewig so weiterführen. Letztendlich blickte er mit vollster Zufriedenheit und wahnsinnig stolz auf die Leinwand, auf der der Eiffelturm von links nach rechts ins Bild ragte. So verließ er das Zimmer und ein paar Minuten später auch das Hostel mit einem leichten Grinsen im Gesicht.
Ich tat es ihm gleich, jedoch mit angestrengtem Blick und der Sorge, dass ich wieder in einer Absteige lande. Leider konnte ich nämlich nicht bis Samstag verlängern - fully booked out, das kann doch nicht sein. Gestern kostete es mich daher Stunden, bis ich eine Unterkunft gefunden habe, die von der Lage her passt, preislich in Ordnung und ab Donnerstag auch für zwei Personen verfügbar ist. So zog ich also 800 m weiter - das hört sich nicht weit an, aber mit zwei Rucksäcken und zwei Taschen voller Lebensmittel war das die reinste Tortur - ins Britannia On William. Eine herzliche Begrüßung (von einem Deutschen) an der Rezeption und einem Zimmerkollegen später fühlte ich mich gleich pudelwohl, auch wenn das Hostel hier nicht mit dem anderen mithalten kann. Sonst waren die letzten zwei Tage nicht wirklich aufregend. Laufen war ich heute Mittag, dieses Mal immerhin 6 km, ein bisschen durch die Stadt gewandert bin ich und mit einer 23-jährigen Lisa habe ich mich auf einen Kaffee getroffen. Nachdem ich auf Facebook gelesen habe, dass sie Mädels sucht, die mit ihr einen Roadtrip in den Süden machen, habe ich mir gedacht, dass ich ihr doch mal von unseren Plänen erzähle. Das Ende vom Lied ist auf jeden Fall, dass sie sich gerne anschließen würde. Ich bin mir zwar gerade nicht so ganz sicher, ob sie mir nicht nach zwei Tagen schon auf den Keks gehen wird, aber wenn wirklich müssen wir sie eben irgendwo aussetzen. Ein Zelt hat sie ja, meinte sie. Scherz, die basst scho ... bloß niad zu uns. Is hald koi Bayerin, gall Hofmeister. Nein, jetzt ist mal gut, die kann wegen mir schon mitkommen. Johanna, auch wenn du vielleicht gerade am Packen bist und langsam die Krise bekommst - gib doch bitte mal deinen Senf dazu und antworte mir auf meine Nachricht! Ich bin glaub ich gerade aufgeregter als du selbst!
Ich tat es ihm gleich, jedoch mit angestrengtem Blick und der Sorge, dass ich wieder in einer Absteige lande. Leider konnte ich nämlich nicht bis Samstag verlängern - fully booked out, das kann doch nicht sein. Gestern kostete es mich daher Stunden, bis ich eine Unterkunft gefunden habe, die von der Lage her passt, preislich in Ordnung und ab Donnerstag auch für zwei Personen verfügbar ist. So zog ich also 800 m weiter - das hört sich nicht weit an, aber mit zwei Rucksäcken und zwei Taschen voller Lebensmittel war das die reinste Tortur - ins Britannia On William. Eine herzliche Begrüßung (von einem Deutschen) an der Rezeption und einem Zimmerkollegen später fühlte ich mich gleich pudelwohl, auch wenn das Hostel hier nicht mit dem anderen mithalten kann. Sonst waren die letzten zwei Tage nicht wirklich aufregend. Laufen war ich heute Mittag, dieses Mal immerhin 6 km, ein bisschen durch die Stadt gewandert bin ich und mit einer 23-jährigen Lisa habe ich mich auf einen Kaffee getroffen. Nachdem ich auf Facebook gelesen habe, dass sie Mädels sucht, die mit ihr einen Roadtrip in den Süden machen, habe ich mir gedacht, dass ich ihr doch mal von unseren Plänen erzähle. Das Ende vom Lied ist auf jeden Fall, dass sie sich gerne anschließen würde. Ich bin mir zwar gerade nicht so ganz sicher, ob sie mir nicht nach zwei Tagen schon auf den Keks gehen wird, aber wenn wirklich müssen wir sie eben irgendwo aussetzen. Ein Zelt hat sie ja, meinte sie. Scherz, die basst scho ... bloß niad zu uns. Is hald koi Bayerin, gall Hofmeister. Nein, jetzt ist mal gut, die kann wegen mir schon mitkommen. Johanna, auch wenn du vielleicht gerade am Packen bist und langsam die Krise bekommst - gib doch bitte mal deinen Senf dazu und antworte mir auf meine Nachricht! Ich bin glaub ich gerade aufgeregter als du selbst!
Sport gibt dir das Gefühl, dass du nackt besser aussiehst.
Wein übrigens auch.
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