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Donnerstag, 15. Februar 2018

Mixed Feelings.

Day 59 And 60 - Time To Say Goodbye

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Dankbar. Unendlich dankbar bin ich für all das, was ich in den letzten fünf Monaten erleben durfte. Und jetzt sitze ich mit einem ähnlichen Gefühl wie vor eben diesen fünf Monatem auf Platz 78K, rolle auf die Startbahn und genau wie bei meinem Abflug in München kullern mir auch jetzt wieder Tränen die Wange hinunter. Auf der einen Seite ist es die Wehmut, Melbourne, dieses Land, diesen Kontinenten jetzt verlassen zu müssen, auf der anderen Seite die Vorfreude auf meine Lieben zuhause, die im Übrigen hoffentlich (!) keinen Schimmer von meiner Heimreise haben. Gerade kann ich kaum in Worte fassen, was alles in mir vorgeht und sitze zugegebenermaßen da wie ein Häufchen Elend. Wenn ich so durch meine Bildergalerie am iPad klicke, stockt mir fast der Atem. Nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass in nicht mal einem halben Jahr so viel passieren kann und bin darüber hinaus so glücklich, dass mein allerliebster Alex, "Schwesterin" Joe und Jääänny von „der Mutter“ einen Teil der Erlebnisse mit mir teilen. In diesem Sinne auch ein großes Danke an euch, dass ihr mich über kurz oder lang ertragen habt - und das in der Regel ganze 24 Stunden am Tag. Neben dieser täglichen Belastungsprobe (ja, ich würde schon sagen, dass dieser Begriff zutriff, denn selbstverständlich ist das alles mit Sicherheit nicht) hätten wir auch den Rest nicht besser rocken können. Neben Joes eingezogener Kreditkarte ist uns nichts ernsthaft Wichtiges abhanden gekommen und entgegen der Erwartungen meiner Oma sind wir auch nicht verschleppt worden. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass dieser Trip überhaupt klappt und dann auch noch alles wie am Schnürchen läuft. 

Zack, Flug Nummer 2. Die knapp 15 Stunden nach Doha zogen sich zwar schon ganz schön, dennoch verging die Zeit schneller als erwartet. Dank meiner neu ausgestellten Boardingkarte (ich Vollpfosten habe die andere am Flughafen in Melbourne verloren) darf ich jetzt den Endspurt antreten und um 12:15 Uhr Ortszeit in München wieder deutschen Boden unter den Füßen spüren. Irgendwie irreal, was hier gerade passiert. Langsam steigt die Nervosität. Ich hoffe, es ist dann überhaupt wer zuhause, sonst muss ich kurz vor dem Ziel doch noch erfrieren. Apropos erfrieren: Ich schaute gerade nach meinem kurzen Nickerchen aus dem Fenster und sehe Schnee. Überall Schnee. SCHNEE! WEIß! ALLES WEIß! AAAH! Wenn der Kälteschock beim Aussteigen allzu groß ist, muss ich sofort den Last-Minute-Schalter aufsuchen.

30 Minuten noch. Ich sollte mir jetzt mal überlegen, was ich denn meiner Mum beim Alibi-Telefonat für einen Krampf erzähle. Fakt: Ich habe die anderen beiden Grazien gerade am Flughafen abgeliefert - sie fliegen ja laut meinem Plan erst am 15.02. los. Bitte verkacks nicht, Franzi. Und auch wenn ich jetzt lange genug Zeit hatte, mir zu überlegen, was ich denn am blödsten auf die Frage „Wie war‘s?“ antworten könnte, ist mir nichts Sinnvolles eingefallen. 

Um das alles realisieren zu können, brauche ich jetzt wohl erst einmal ein paar Tage ... oder Wochen. Ich bin gespannt, was die nächste Zeit so bringt.

Mittwoch, 14. Februar 2018

Melbourne.

Day 56, 57, 58, 59
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Melbourne - The Place To Be

Im Cityduell Sydney vs Melbourne hat letztere meiner Meinung nach deutlich die Nase vorn. Kleine Gässchen, gemütliche Cafés, Streetart, der Botanische Garten, der Federation Square, der Yarra River, die DFO Wharf, die Flinders Street, St. Kilda, der Brighton Beach, der Eureka Tower und so weiter und so fort - für mich hat Melbs den Titel "lebenswerteste Stadt der Welt" nicht umsonst verdient.

Was übrigens die Geschichte mit dem Auto betrifft: Auf den Mond hätte ich die zwei Typen schießen können! Nach langem Hin und Her bei Vicroads hat es aber jetzt tatsächlich geklappt - Die Nummernschilder sind abgegeben, die Jungs haben die Genehmigung, das Auto bis Donnerstag zu parken und damit zu ihren Termin zu fahren und ansonsten sollte soweit auch alles geklärt sein. 100.000 Nerven weniger konnten wir jetzt immerhin unsere letzten Tage in Melbourne genießen und uns das Sushi nochmal schmecken lassen. Happy Valentines Day.

Samstag, 10. Februar 2018

AAAH.

Day 55
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Melbourne [ABS Mechanics, Collingwood, Victoria Market]

Nervös machten wir uns heute Morgen auf dem Weg zur Werkstatt und waren dort extra schon eine halbe Stunde früher als geplant vor Ort, damit uns der Mechaniker nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung macht und vor den Jungs ein Wort über den Zahnriemen verliert, der eventuell zeitnah mal gewechselt werden sollte. Leider musste aber die Windschutzscheibe noch gewechselt werden, sodass wir uns die Zeit in Collingwood bei einem Kaffee vertreiben „mussten“. Was etwas ungünstiger war, als die gemütlichen aber auch irgendwie nervenaufreibenden zweieinhalb Stunden im alternativen Café war die Tatsache, dass Vicroads um 17:30 Uhr seine Pforten schließt und wir darüber hinaus zur Feier des Autoverkaufs einen Tisch zum All-You-Can-Eat Sushiessen reserviert hatten. Mit der Übergabe unseres Flitzers klappte es aber somit heute wieder nicht, da wir die Nummernschilder bei der Zulassungsstelle abgeben müssen, um endgültig raus aus der Sache zu sein. Mich persönlich hat das Ganze in den letzten Stunden glaube ich mehr belastet als Joe und Jenny - ich hatte kurzzeitig schon gar keinen Bock mehr, überhaupt Essen zugehen und hätte nach der Diskussion mit den beiden Jungs am liebsten geheult, weil ich kaum mehr klar denken konnte und mich das alles wahnsinnig machte. Diese fand übrigens wieder am Victoria Market statt. Also. Problem 1: Wir haben keinen Parkplatz beim Hostel und wollen eigentlich auch nicht für die nächsten Tage dafür aufkommen. Problem 2: Das Auto läuft noch auf meinen Namen und darüber hinaus haben wir noch keinen Cent dafür gesehen. Problem 3: Der Vater des jungen Burschens hat ihm angeblich einfach mal eben 40.000 - Ja, richtig gelesen, VIERZIGTAUSEND - Euro abgebucht und sein Konto bis auf $50 geleert. Alles klar, braucht es noch Worte? Problem 4: In 45 Minuten läuft unsere Zeit beim All-You-Can-Eat und wir brauchen mindestens eine halbe Stunde dorthin. Entscheidung 1: Wir fahren mit dem Auto zum Restaurant und treffen uns um 20:30 Uhr wieder beim Victoria Market, bis dahin der liebe Oliver Wolfgang Claus Kaspar dann vielleicht mal seinen Vater bezüglich der Kohlen kontaktiert hat. Gesagt, getan. Dass Essen war gut, aber nicht überragend und definitiv zu viel. Wenigstens konnte ich danach wieder einigermaßen klare Gedanken fassen. Aber lieber Gott im Himmel, warum macht diese dumme Karre jetzt wieder so bescheidene Geräusche beim Lenken? Diese Servolenkflüssigleit (oder wie auch immer man dieses Zeug nennt) muss doch noch wo auslaufen. Entscheidung 2: Auch wenn die zwei Abiturienten im Vorfeld von irgendwelchen Rausschmissen diverser Hostels erzählten, kamen sie mir nicht vor, als würden sie es riskieren, mit dem Auto irgendeinen Mist zu bauen, weshalb ich mein vollstes Vertrauen in sie legte und wir ihnen das Auto heute schon einmal überließen, nachdem wir den Kontoauszug vom „Papa“ zu sehen bekamen. Sie versicherten uns zwar, schnurstracks zu einem kostenfreien Parkplatz zu fahren und es anschließend bis Montag nicht mehr anzufassen, was ich ihnen auch durchaus glaubte, trotzdem fühlte ich mich bei der Sache nicht zu 100 Prozent wohl. Sollte irgendwas passieren, bin ich auf „gut Deutsch gesagt“ der Arsch. Wie auch immer, diese Lösung schien für uns alle einfach am vernünftigsten. Für die nächsten paar Minuten heißt es jetzt also beten, dass sie es ohne Unfall zum Parkplatz schaffen ... und das mit der Lenkung unbemerkt bleibt. Aber ... das Auto kommt frisch aus der Werkstatt und ist soweit durchgecheckt, Mechaniker sind wir nunmal auch nicht. Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts. Weder von der Lenkung, noch vom Zahnriemen. Der härteste Roadworthycheck in ganz Australien ist bestanden, end of story.

Freitag, 9. Februar 2018

Nerve-Racking Days.

Day 52, 53 And 54
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Green Hill Lake Reserve | Memorial Arch | Great Ocean Road Chocolaterie & Ice Creamery | Geelong | Melbourne [Queen Victoria Market] | Rastplatz bei der Tanke am Princes | Geelong [Mechanics, Car Seller, ... ] | Rastplatz bei der Tanke am Princes | Melbourne [Europa Melbourne, ABS Mechanics, Spencer Outlet, Brother Baba Budan]



Nervenaufreibende Tage liegen hinter uns. Zuerst saßen wir noch guter Dinge auf ein Eis in der Great Ocean Road Chocolaterie und vertrauten auf das Gebet der Dame vom Campingplatz, doch leider stellte sich dieses im Laufe der Zeit immer mehr als nutzlos heraus. Nachdem wir den beiden ahnungslosen, deutschen Jungs unser Prachtstück am Victoria Market in Melbourne schmackhaft gemacht haben, sie das Auto über eine dreiviertel Stunde (!!!) probegefahren sind UND darüber hinaus unsere GANZE Packung guter Aldi-Cookies (Bestechung auf höchstem Niveau) aufgefressen haben, waren wir sehr positiv gestimmt und hatten die Zusage schon fast in der Tasche. Jetzt musste nur noch das Roadworthy Certificate her, damit wir die Ab- bzw. Ummeldung mit den jungen Abiturienten bei Vicroads auch ohne Probleme über die Bühne bringen können und wir somit auch Sicherheit haben, dass das Auto nicht mehr in unseren Händen ist. Leichter gesagt, als getan. Auf die Schnelle versuchten wir, am nächsten Morgen einen Termin in einer Werkstatt zu bekommen, die das Auto „flott“ durchcheckt und uns das RWC aushändigt. 

Eine Nacht später freuten wir uns trotz der wirklich nicht sehr seriös aussehenden Messi-Garage des Mechanikers in Geelong am Vormittag schon, die ganze Sache tatsächlich zackiger über die Bühne bringen zu können, als wir es zu Beginn erwarteten, doch wie heißt es oftmals so schön: Zu früh gefreut. Windschutzscheibe, Plastikabdeckung des Scheinwerfers, Bremsscheiben, irgendein Schlauch - Beanstandungen, die uns ingesamt um die $1.000 - $1.500 kosten sollen. Dass der RW-Check in VIC am strengsten und somit auch strenger als in QLD ist, wussten wir, deswegen kann ich das mit dem wirklich großem Steinschlag und der gebrochenen Abdeckung noch einigermaßen nachvollziehen, aber dass uns der Mechaniker in Cairns nicht auf die alten Bremsscheiben aufmerksam gemacht hat, finde ich echt unverschämt. Auf knapp 10.000 Kilometer fahren diese sich sicher nicht so sehr ab, dass sie jetzt nur noch 15 statt der geforderten 20 Millimeter aufweisen. Pech für uns, da die Karre mit diesen Problemchen im tropischen Norden nicht durch den Check gefallen ist und wir jetzt im wechselhaften Süden sitzen. Auf Empfehlung des Mechanikers, der meinte, dass wir das Auto besser in diesem Zustand verscherbeln sollen, statt noch Geld zu investieren, klapperten wir sämtliche Händler ab und hofften, von einem dieser einen - für uns - angemessenen Betrag geboten zu bekommen. Fail number two. Die einen wollten es aufgrund der 365.XXX Kilometer auf dem Tacho gar nicht erst anschauen, die anderen fingen bei sagenhaften $2.000 an. So machte sich bei mir langsam Verzweiflung breit. Gestern schien doch noch alles gut zu gehen, verdammt. Die Preissenkung auf Facebook sorgte zwar dafür, das wir etliche Anfragen bekamen, die wir zum Teil gar nicht so schnell beantworten konnten, dennoch scheinte es uns unmöglich, das Auto ohne das Zertifikat für mehr als $5.000 verkaufen zu können. Im Zuge dessen gaben wir natürlich auch den beiden Münchner Boys Bescheid, die zu unserem Glück nicht gleich absprangen und meinten, dass sie uns die gewünschten $7.500 zahlen, wenn wir das RWC in Händen halten. Also gut, dann geht es also doch nochmal in die Werkstatt.

Heute Morgen um 06:00 Uhr klingelte der Wecker und sorgte endgültig dafür, dass wir uns nach der zweiten Nacht am Autobahnrastplatz absolut ungeschlafen auf den Weg in die Stadt machten. Verkehrschaos hoch Zehn. Um kurz vor 08:00 Uhr verstauten wir unter Zeitdruck und somit gestresst unsere Rucksäcke noch im Spind unserer Bleibe für die nächsten Tage (wenn man mal zwingend eine Gepäckaufbewahrung braucht, muss man natürlich dafür zahlen - i hätt mi scho wieder aufreng kinna) und düsten zu Mechaniker 2, den die Jungs ausfindig gemacht haben. Die beiden wirklich netten Typen dort veranschlagten $1.000 für die gesamte Reparatur incl. RWC und da die Werkstatt auch sonst einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck machte, ließen wir unser Schätzchen gleich vor Ort. Es wird doch nicht doch noch ein Happy End geben? Morgen Mittag schlägt dann die Stunde der Wahrheit: Wenn es noch irgendetwas zu beanstanden gibt, heul‘ ich glaub‘ ich.

Dienstag, 6. Februar 2018

The Grampians.

Day 51
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Panmure | Warrnambool | Grampians National Park [Grand Canyon, The Pinnacle, Reeds Lookout, The Balconies, MacKenzie Falls] | Green Hill Lake Reserve


Nachdem wir so tolle Bilder von den Grampians gesehen haben, entschlossen wir uns gestern Abend dazu, noch einen Abstecher in den Nationalpark zu machen. Die Wanderung zu den Pinnacles war zwar bei der Hitze nicht ohne, hat sich aber - wie die fast dreistündige Anreise - auf jeden Fall gelohnt. Bei dem Wetter kann ich glaub ich noch nicht ins trübe, kalte Deutschland zurück. Nur nach (m)einem Bett sehne ich mich mittlerweile sehr, die Nächte im Zelt werden nämlich zunehmend unbequemer. Und ein ordentliches Badezimmer würde ich mir auch mal wieder wünschen. Die Abreise der anderen beiden rückt immer näher und ich weiß einfach immer noch nicht, wie es für mich weitergehen soll. Im Moment dreht sich alles um unsere dumme Karre, denn solang wir die nicht an den Mann gebracht haben, sind eh alle Pläne hinfällig.

Montag, 5. Februar 2018

Great Ocean Road.

Day 49 And 50
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Bass Valley Camping Ground | Torquay | Aireys Inlet | Lorne | Big Hill Campground | Teddy’s Lookout | Erskine Falls | Café Koala | Maits Rainforest Walk | Cape Otway Lighthouse | Moonlight Heads | Gibson Steps | Twelve Apostles | Loch Ard Wreck | Port Campbell | Bay Of Martyrs | Bay Of Islands | Panmure


Ein weiteres Aussie-Must-Do abgehackt. Schnee war‘s. Und der weiße Flitzer fährt immer noch.

Samstag, 3. Februar 2018

Mt Oberon Summit And Phillip Island.

Day 48
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Reeves Beach Coastal Reserve | Wilsons Promontory National Park [Mt Oberon] | Phillip Island [Nobbies Centre, Seal Rocks Lookout, Blowhole] | Bass Valley Camping Ground


Gott sei Lob und Dank, dass endlich mal wieder ein bisschen mehr Action auf dem Plan stand, die letzten Tage waren nämlich nicht sehr spektakulär, um es noch positiv auszudrücken. Heute ging es bei einer Wanderung (die eher einem Spaziergang glich) auf den Mt Oberon im Wilsons NP. Bei der schönen Aussicht am Gipfel amüsierten wir uns über die - man kann sich nur wiederholen - nicht ganz sauberen Asiaten, die beim Start einer Drohne vor lauter Faszination und gleichzeitig Angst fast in den Abgrund stürzten. Fünf Minuten später wären wir dies dann beim Angriff des Killerbrummers selbst fast, aber auch wir haben überlebt. Jennys, halt, ich muss sagen Joes zweite Sonnenbrille leider nicht. In diesem Zuge liebe Grüße an Renata: Wir fotografieren hier auch nur mit Automatik, mach dir nichts draus. Eine lange Autofahrt später landeten wir abends auf Phillip Island, um dort nach den Pinguinen Ausschau zu halten. Jenny hat uns zwar zu Beginn ziemlich mieses Wetter mitgebracht, doch mit ihr scheint wenigstens das „Tierglück“ jetzt auf unserer Seite zu sein. Wer braucht schon eine Tour, um die bekannte Pinguin-Parade zu sehen, wenn man die Rutki am Start hat. Die vielen Wallabies, die plötzlich nach dem Sonnenuntergang auftauchten, waren auch ganz witzig, allerdings war ich froh, dass keines von ihnen Selbstmordgedanken hatte und uns beim Rückweg ins Auto hüpfte. Morgen geht es auf die Great Ocean Road - der letzte große Trip mit unsrer Schüssel, die derzeit ganz schön komische Geräusche beim Lenken macht. Es bleibt zu hoffen, dass hinter dem Gequietsche nichts Schlimmeres steckt.

Freitag, 2. Februar 2018

Freezing Cold.

Day 45, 46 And 47
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North Head Camping Area | Batemans Bay | Surfers Beach | Broulee Bay | Bodalla Diary | Narooma [Bar Rock Lookout, Australia Rock] | Bega | Merimbula [Boardwalk] | Eden | Green Cape [Disaster Bay Lookout, Lighthouse] | Mallacoota | Cann River Caravan Park | Lakes Entrance [Ferrymans Seafood Cafe, Seven Mile Beach]| Reeves Beach Coastal Reserve


Von 30 Grad auf 13 Grad ist definitiv too much. Gerade kämpften wir noch beim - wieder wahnsinnig erfolgreichen - Surfen in der Broulee Bay mit den Wellen und jetzt? Dauerregen und Schweinekälte. Was soll der Mist? So schlechtes Wetter hatten wir nicht einmal in Neuseeland. Somit lief es heute wieder auf einen Kaffee (bzw. eine heiße Schokolade) in der Bodalla Diary raus, in der wir netterweise noch das hauseigene Eis und den Käse probieren durften. Ok, zugegebenermaßen haben wir dort auch nur wegen diesen Tastings angehalten. Die kurze Regenpause nutzen wir anschließend für einen Abstecher zum Australia Rock, der nahegelegene Horse Head Rock war zeitlich aber nicht mehr drin. Nachdem der Regen erst gegen 22:30 Uhr wieder nachließ, vertrieben wir uns den restlichen Abend mit der Suche nach WLAN und landeten aus diesem Grund letztendlich wieder bei Mc Donald’s. Schnorren ohne Ende, ja, ich weiß, aber etwas Sinnvolleres hätten wir auch nicht mehr anstellen können. 

Am darauffolgenden Tag wurden wir zum Glück mit ein paar Sonnenstrahlen begrüßt, die nach der kühlen Nacht bitter notwendig waren und uns einen schönen Vormittagsspaziergang am Merimbula Boardwalk bescherten. Von dort aus ging es nach Eden und über holprige Wegchen ans Green Cape. Very windy. In Mallacoota kamen dann mal wieder die Kaffeetanten zum Vorschein, da die heutige Strecke ungefähr nichts anderes zu bieten hatte und es bei dem kalten Wind am Strand wirklich ungemütlich gewesen wäre. Der Tag endete mit Goon, Tim Tams von der Tanke - „have you tried the new flavooor?“ bei zwei Folgen Black Mirror und gefühlten -15 Grad im Auto gleichermaßen spekatakulärLakes Entrance stand für Tag Nummer 47 auf dem Plan. Was der ältere Mann mit „we won’t stop there, there’s so much water“ gemeint hat, verstehe ich irgendwie nicht so ganz. Schon klar, dass in einem Seengebiet viel Wasser ist. Jedenfalls nutzen wir das „viele“ Wasser, um eine kleine Runde mit dem Boot zu drehen. Eine Minute ohne festen Boden unter den Füßen wurde uns klar, warum man für die Nussschale keinen Führerschein braucht. Mit einem Ruderboot wären wir wohl fast schneller gewesen, doch ich hoffe schwer, dass wir mit unseren $50 einen Beitrag zur professionellen Zahnreinigung oder gar -operation geleistet haben, die sich der Typ in seinem Häuschen mal durch den Kopf gehen lassen sollte. Was die Oystern im Seafood Restaurant betrifft, die wir jetzt auch endlich mal probiert haben: Ich muss es nicht nochmal haben. Die nächsten Tage werden sich jetzt alle um den Autoverkauf drehen, der im Moment noch schleppend vorangeht. Das Angebot ist riesig und dieser René übrigens ein riesen A..., über den ich mich gar nicht mehr aufregen möchte. Aber mit der Hilfe der Oma, die zwar unsere Namen nicht weiß, aber für uns beten wird, werden wir SEIN Auto schon zügig an den Mann bringen. Toi toi toi.