Day 52, 53 And 54
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Green Hill Lake Reserve | Memorial Arch | Great Ocean Road Chocolaterie & Ice Creamery | Geelong | Melbourne [Queen Victoria Market] | Rastplatz bei der Tanke am Princes | Geelong [Mechanics, Car Seller, ... ] | Rastplatz bei der Tanke am Princes | Melbourne [Europa Melbourne, ABS Mechanics, Spencer Outlet, Brother Baba Budan]
Nervenaufreibende Tage liegen hinter uns. Zuerst saßen wir noch guter Dinge auf ein Eis in der Great Ocean Road Chocolaterie und vertrauten auf das Gebet der Dame vom Campingplatz, doch leider stellte sich dieses im Laufe der Zeit immer mehr als nutzlos heraus. Nachdem wir den beiden ahnungslosen, deutschen Jungs unser Prachtstück am Victoria Market in Melbourne schmackhaft gemacht haben, sie das Auto über eine dreiviertel Stunde (!!!) probegefahren sind UND darüber hinaus unsere GANZE Packung guter Aldi-Cookies (Bestechung auf höchstem Niveau) aufgefressen haben, waren wir sehr positiv gestimmt und hatten die Zusage schon fast in der Tasche. Jetzt musste nur noch das Roadworthy Certificate her, damit wir die Ab- bzw. Ummeldung mit den jungen Abiturienten bei Vicroads auch ohne Probleme über die Bühne bringen können und wir somit auch Sicherheit haben, dass das Auto nicht mehr in unseren Händen ist. Leichter gesagt, als getan. Auf die Schnelle versuchten wir, am nächsten Morgen einen Termin in einer Werkstatt zu bekommen, die das Auto „flott“ durchcheckt und uns das RWC aushändigt.
Eine Nacht später freuten wir uns trotz der wirklich nicht sehr seriös aussehenden Messi-Garage des Mechanikers in Geelong am Vormittag schon, die ganze Sache tatsächlich zackiger über die Bühne bringen zu können, als wir es zu Beginn erwarteten, doch wie heißt es oftmals so schön: Zu früh gefreut. Windschutzscheibe, Plastikabdeckung des Scheinwerfers, Bremsscheiben, irgendein Schlauch - Beanstandungen, die uns ingesamt um die $1.000 - $1.500 kosten sollen. Dass der RW-Check in VIC am strengsten und somit auch strenger als in QLD ist, wussten wir, deswegen kann ich das mit dem wirklich großem Steinschlag und der gebrochenen Abdeckung noch einigermaßen nachvollziehen, aber dass uns der Mechaniker in Cairns nicht auf die alten Bremsscheiben aufmerksam gemacht hat, finde ich echt unverschämt. Auf knapp 10.000 Kilometer fahren diese sich sicher nicht so sehr ab, dass sie jetzt nur noch 15 statt der geforderten 20 Millimeter aufweisen. Pech für uns, da die Karre mit diesen Problemchen im tropischen Norden nicht durch den Check gefallen ist und wir jetzt im wechselhaften Süden sitzen. Auf Empfehlung des Mechanikers, der meinte, dass wir das Auto besser in diesem Zustand verscherbeln sollen, statt noch Geld zu investieren, klapperten wir sämtliche Händler ab und hofften, von einem dieser einen - für uns - angemessenen Betrag geboten zu bekommen. Fail number two. Die einen wollten es aufgrund der 365.XXX Kilometer auf dem Tacho gar nicht erst anschauen, die anderen fingen bei sagenhaften $2.000 an. So machte sich bei mir langsam Verzweiflung breit. Gestern schien doch noch alles gut zu gehen, verdammt. Die Preissenkung auf Facebook sorgte zwar dafür, das wir etliche Anfragen bekamen, die wir zum Teil gar nicht so schnell beantworten konnten, dennoch scheinte es uns unmöglich, das Auto ohne das Zertifikat für mehr als $5.000 verkaufen zu können. Im Zuge dessen gaben wir natürlich auch den beiden Münchner Boys Bescheid, die zu unserem Glück nicht gleich absprangen und meinten, dass sie uns die gewünschten $7.500 zahlen, wenn wir das RWC in Händen halten. Also gut, dann geht es also doch nochmal in die Werkstatt.
Heute Morgen um 06:00 Uhr klingelte der Wecker und sorgte endgültig dafür, dass wir uns nach der zweiten Nacht am Autobahnrastplatz absolut ungeschlafen auf den Weg in die Stadt machten. Verkehrschaos hoch Zehn. Um kurz vor 08:00 Uhr verstauten wir unter Zeitdruck und somit gestresst unsere Rucksäcke noch im Spind unserer Bleibe für die nächsten Tage (wenn man mal zwingend eine Gepäckaufbewahrung braucht, muss man natürlich dafür zahlen - i hätt mi scho wieder aufreng kinna) und düsten zu Mechaniker 2, den die Jungs ausfindig gemacht haben. Die beiden wirklich netten Typen dort veranschlagten $1.000 für die gesamte Reparatur incl. RWC und da die Werkstatt auch sonst einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck machte, ließen wir unser Schätzchen gleich vor Ort. Es wird doch nicht doch noch ein Happy End geben? Morgen Mittag schlägt dann die Stunde der Wahrheit: Wenn es noch irgendetwas zu beanstanden gibt, heul‘ ich glaub‘ ich.
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