"Meeei, Waaahnsinn, wey ner dey Zeit vergeyht! So grouß is' scho worn!" würde jetzt meine Oma sagen.
Aber es ist wirklich verrückt, wie schnell die letzten zweienhalb Wochen verflogen und wie gefühlsmäßig lange der Kirwaabend, der Münchner Flughafen, Bangkok und auch Siem Reap schon wieder her sind. Würde uns jemand eintrichtern, dass das alles schon vor drei Monaten passiert ist, würden wir es sicher auch glauben. Heute, an unserem letzten Tag hier auf Bali, hab ich's tatsächlich noch auf die Reihe bekommen und mir eine Surfstunde gegönnt - natürlich bei einem recht ansehnlichen Balinesen und nicht bei einem von den Zahnspangenbubis am Strand, das ist klar. Nach dem Windsurfen am Gardasee und dem Beobachten der ganzen Anfänger hier bereitete ich mich mental schon mal darauf vor, die ersten 100 Versuche kläglich zu scheitern und die meiste Zeit nur im Wasser zu liegen, aber siehe da, schon beim zweiten Anlauf ging die Post ab und die Wellen trugen mich fast bis zum Ufer. Gut, ich hatte natürlich auch ein riesen - nennen wir es mal - "Babysurfbrett", aber auf so einem stand ich in Italien auch und da war es die reinste Katastrophe. Meinen Jahrsbedarf an Salz habe ich in den 60 Minuten aber trotzdem gedeckt, da man sich beim Paddeln durch die sich brechenden Wellen manchmal wie in einer Waschmaschine fühlt. Das große Erfolgserlebnis macht auf jeden Fall Lust auf mehr, Meer, mehr Meer. Gerne hätte ich mir das Brett nochmal eine Zeit lang ausgeliehen, allerdings war ich nach dem Spühlgang ganz schön k. o., wollte erst einmal auf Trockenschleudern wechseln und hatte am Nachmittag bezüglich der nächsten Tage in Australien noch einiges zu organisieren. Das wird aber auf jeden Fall schnellstmöglich nachgeholt. Alex war heute in der Zeit Souveniers kaufen. Es war mir ja vom ersten Tag an klar, dass er sich so einen Penis-Flaschenöffner kauft. Wie schade, dass so ein überdimensionales Glitzerprachtstück, das an jedem zweiten Stand funkelt und sofort uns Auge fällt, nicht in seinen Rucksack passt - das wäre bei der Zollkontrolle sicher lustig geworden.
Zurück beim Hotel kümmerten wir uns dann unter anderem um unsere Flüge und den Flughafentransfer, bei dem die Herrschaften an der Rezeption ganz schön zulangen. Gegen 10 € für jeden von uns wäre in Deutschland nichts einzuwenden gewesen, aber hier haben wir am Montag für ein Taxi lediglich 2 € zusammen bezahlt. Zumindest können wir jetzt aber sicher gehen, auch rechtzeitig am Airport anzukommen. Darüber hinaus muss ich ja schon um 06:00 Uhr los und hätte in aller Herrgottsfrüh keine Nerven, mit meinem irgendwie immer schwerer statt leichter werdenden Rucksack noch auf ein "Taksi"zu warten. Da Alex heute Morgen nicht besonders viel gefrühstückt hat und ich nach dem Surfen auch einen ganz schönen Kohldampf hatte, beschlossen wir, unser Abendessen heute etwas vorzuziehen. Mir fällt gerade auf, dass sich das so anhören muss, als wären wir ständig nur am Essen - locker bleiben, das Mittagessen fiel in der Regel immer aus. Aus dem "Vorziehen" wurde nur leider nichts: Ich hab meine Kohle in der Laundry und beim Surfen verbraten, Alex war Pimmel shoppen. Also erst mal zum ATM, mal wieder eine halbe Million abheben. "Transaktion fehlgeschlagen"; "Nummer konnte nicht gelesen werden". WAS? Im gleichen Häuschen hab ich doch vor ein paar Stunden auch Geld geholt! Versuch #2: "Transaktion fehlgeschlagen". Gleiches bei drei weiteren Bankautomaten. Hör' hald bitte auf! Meine Nerven! Somit blieb uns erst mal nichts anderes übrig, als hungrig und vor allem nervös zurück zum Hotel zu marschieren, um online die Umsätze etc. zu checken. Alles normal. Des gibt's doch niad! Die dumme Notfallnummer funktionierte natürlich auch nicht (anscheinend haben sie nicht nur diverse Schwulenapps, sondern auch die Nummer der DKB gesperrt) und auf die Mail bekam ich logischerweise nicht sofort eine Antwort. Um nicht komplett am Rad zu drehen, zogen wir dann mit ein paar übrigen Euros zur Wechselstube im Einkaufszentrum und mit ausreichend Rupiah weiter zum Warung Tujuh. Absolute Empfehlung! Lecker Essen, super günstig, sehr zuvorkommend, endlich mal gutes Wifi und die süße Bedienung hat es selbst Alex angetan. Als ich dann mein Satay vor mir hatte, kam plötzlich der erlösende Anruf der DKB - dreimal dürft ihr raten, wo der Fehler lag. Nie im Leben wären wir Vollpfosten auf die Idee gekommen, dass es beim Abheben einen Mindestbetrag von 50 € gibt und wir mit unseren 400.000 IDR nicht mal halb so viel Bares ausgezahlt haben wollten. Über unser Unvermögen will ich mich jetzt gar nicht mehr ärgern, ich bin gerade einfach nur erleichtert. Jetzt geht's schnell ab in die Kiste, morgen steht wieder ein harter Tag an ... und in sechs Stunden bin ich dann außerdem auf mich alleine gestellt. UM GOTTES WILLEN!
Zurück beim Hotel kümmerten wir uns dann unter anderem um unsere Flüge und den Flughafentransfer, bei dem die Herrschaften an der Rezeption ganz schön zulangen. Gegen 10 € für jeden von uns wäre in Deutschland nichts einzuwenden gewesen, aber hier haben wir am Montag für ein Taxi lediglich 2 € zusammen bezahlt. Zumindest können wir jetzt aber sicher gehen, auch rechtzeitig am Airport anzukommen. Darüber hinaus muss ich ja schon um 06:00 Uhr los und hätte in aller Herrgottsfrüh keine Nerven, mit meinem irgendwie immer schwerer statt leichter werdenden Rucksack noch auf ein "Taksi"zu warten. Da Alex heute Morgen nicht besonders viel gefrühstückt hat und ich nach dem Surfen auch einen ganz schönen Kohldampf hatte, beschlossen wir, unser Abendessen heute etwas vorzuziehen. Mir fällt gerade auf, dass sich das so anhören muss, als wären wir ständig nur am Essen - locker bleiben, das Mittagessen fiel in der Regel immer aus. Aus dem "Vorziehen" wurde nur leider nichts: Ich hab meine Kohle in der Laundry und beim Surfen verbraten, Alex war Pimmel shoppen. Also erst mal zum ATM, mal wieder eine halbe Million abheben. "Transaktion fehlgeschlagen"; "Nummer konnte nicht gelesen werden". WAS? Im gleichen Häuschen hab ich doch vor ein paar Stunden auch Geld geholt! Versuch #2: "Transaktion fehlgeschlagen". Gleiches bei drei weiteren Bankautomaten. Hör' hald bitte auf! Meine Nerven! Somit blieb uns erst mal nichts anderes übrig, als hungrig und vor allem nervös zurück zum Hotel zu marschieren, um online die Umsätze etc. zu checken. Alles normal. Des gibt's doch niad! Die dumme Notfallnummer funktionierte natürlich auch nicht (anscheinend haben sie nicht nur diverse Schwulenapps, sondern auch die Nummer der DKB gesperrt) und auf die Mail bekam ich logischerweise nicht sofort eine Antwort. Um nicht komplett am Rad zu drehen, zogen wir dann mit ein paar übrigen Euros zur Wechselstube im Einkaufszentrum und mit ausreichend Rupiah weiter zum Warung Tujuh. Absolute Empfehlung! Lecker Essen, super günstig, sehr zuvorkommend, endlich mal gutes Wifi und die süße Bedienung hat es selbst Alex angetan. Als ich dann mein Satay vor mir hatte, kam plötzlich der erlösende Anruf der DKB - dreimal dürft ihr raten, wo der Fehler lag. Nie im Leben wären wir Vollpfosten auf die Idee gekommen, dass es beim Abheben einen Mindestbetrag von 50 € gibt und wir mit unseren 400.000 IDR nicht mal halb so viel Bares ausgezahlt haben wollten. Über unser Unvermögen will ich mich jetzt gar nicht mehr ärgern, ich bin gerade einfach nur erleichtert. Jetzt geht's schnell ab in die Kiste, morgen steht wieder ein harter Tag an ... und in sechs Stunden bin ich dann außerdem auf mich alleine gestellt. UM GOTTES WILLEN!
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