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Montag, 1. Januar 2018

Fraser Island With Our Own 4WD.

Day 14
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Fraser Island [Lake McKenzie]

 So frech wie wir gestern beim „Barrel“ aufhörten, so ausgefuchst ging es heute Morgen gleich weiter. Um halb 7 standen wir schon beim Office in Rainbow Beach, um uns das Vehicle Permit ($55/Monat) und unser Camping Permit ($6,35 p. P/Nacht) ausstellen zu lassen. Dummerweise waren wir aber nicht die einzigen mit dem Plan, auf Fraser Island ins neue Jahr zu starten, sodass alle Campingspots ausgebucht waren und wir auf den 01.01. verwiesen wurden. Nach langer Überlegung holten wir uns also gezwungenermaßen die Campingerlaubnis für den ersten Tag in 2018, wollten uns aber nicht mit der Situation zufriedengeben: Nagellackentferner sei Dank (Tonia, wir sollten in Zukunft Kurse anbieten), dass auf unserem Anhänger für das Zelt aus dem 01.01.18 der 31.12.17 wurde und - zack - standen wir schon auf der Fähre. Ok, ganz so schnell ging es leider doch nicht. 

Noch nicht mal auf Fraser, der mit 1840 Quadratkilometern größten Sandinsel der Welt, die seit 1992 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, steckten wir schon am Weg zur Fähre fest, schauten wie die zwei größten Deppen blöd aus der Wäsche und mussten erstmal aus unserem Sandloch gezogen werden. Wir hätten den Reifendruck wohl doch vorher schon anpassen sollen. Mal wieder unvorbereitet hoch zehn. Vielleicht landen wir dank unserer Unfähigkeit ja auch auf der Facebookseite, auf der die Fotos von den ganzen steckengebliebenen Fahrzeugen gepostet werden, das muss ich in den nächsten Tagen mal ausfindig machen. Umso mehr freute es uns insgeheim, dass sich die Reifen unseres „Retters“ 50 Meter weiter auch im Sand eingruben und auch er abgeschleppt werden musste. Oh Gott, das kann ja was werden. Jetzt aber: Angespannt saßen wir auf der Fähre und wollten eigentlich am liebsten gleich wieder umkehren. Glücklicherweise sprach uns dort ein hilfsbereiter Australier an, den unser platte Hinterreifen (da hat es Typ #1 wohl ein bisschen zu gut gemeint) auffiel und uns auf der Insel angekommen mit seinem Kompressor aushielf. So, jetzt kann es aber losgehen. Hoffen und beten. 

Anfangs waren wir noch ziemlich genervt und hatten nach unserem super Einstieg großen Respekt, nach einiger Zeit wendete sich das Blatt aber doch noch zum Guten und es lief zuletzt tatsächlich alles wie am Schnürchen. Nach „etlichen“ - ich glaube es waren am Ende des Tages um die 130 - Kilometern durch das Inland und am Strand entlang fanden wir auch ohne Probleme ein kleines Plätzchen für die Silvesternnacht, die aber zugegebenermaßen langweiliger nicht sein hätte können. Da wir um 22:00 Uhr bei Gewitter und strömenden Regen schon beide am Stuhl unter unserem umfunktionierten Sonnenschirm einschliefen, verabschiedeten wir uns bis Mitternacht ins Zelt, um dann wegen einer weit entfernten Rakete zwei Minuten am menschenleeren Strand zu stehen und zum zweiten Mal an diesem Tag doof zu schauen. Jo, dann sag ich mal gute Nacht.




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