Bunbury | Busselton [Lunch At The Jetty] | Dunsborough [Whale Watching] | Cape Naturalist National Park [First Night At The "Peeplace"] | Dunsborough [Breakfast; Best Coffee, Hot Chocolate And Music At Hot Chocolatte] | Yallingup [Cape Naturaliste Vineyard; Canal Rocks] | Margaret River [Wine Tasting; Cheese Company; Nuts And Cereal Factory; Chocolate Factory] | Hamelin Bay | Cape Leeuwin National Park | Augusta | Pemberton [F*ckin' Freezing Night Two] | Manjimup [Diamond Tree] | Denmark | Shelley Beach | The Gap And Natural Bridge | Albany [Emu Point; Finally A Shower; Time For Coffee] | Bettys Beach
Nach unserem langen Tag auf Rottnest machten wir uns am Dienstag Abend noch auf den Weg nach Perth, da dort unser Mietauto für die nächsten acht Tage auf uns wartete, mit dem wir seit Mittwoch Früh Richtung Esperance unterwegs sind. Von wegen Einführung per DVD. Schlüssel, Kennzeichen, ab geht die Post ... mit unserem Scheißhaus von Corolla Hatch. Lisa, die ich letzte Woche in Perth kennenlernte und über die ich ja schon ein paar Worte verlor, ist im Übrigen jetzt auch mit an Board. Ich war ja diesbezüglich zu Beginn etwas skeptisch, muss aber sagen, dass ich wirklich froh bin, dass sie sich uns angeschlossen hat. Zu Dritt ist das Ganze doch etwas angenehmer, lustiger und entspannter. Plan hat sie zwar (leider) so gut wie keinen, dafür ist sie super unkompliziert und lässt das alles so über sich ergehen. Nach einer Shoppingtour Kmart und Aldi stand am Tag 1 Whale Watching bei Dunsborough auf dem Plan. Vorfreude - Aufregung - Langeweile - Kälte - Nässe - Übelkeit - Enttäuschung. So lässt sich die Bootstour kurz und knapp beschreiben. Zwar haben wir einen (oder zwei?) Blauwal(e) gesehen, die man nur äußerst selten zu Gesicht bekommt, etwas anderes gab es aber nicht zu beobachten. Vielleicht hätten sich die ebenfalls gelangweilten Mitfahrer über ein bisschen Abwechslung durch meinen Mageninhalt im Meer gefreut, den ich auf der Rückfahrt beinah losgeworden wäre. Sowas mache ich so schnell nicht wieder. Neben den Blauwalen war für mich das einzig Positive, dass es sonnig, wenn auch super windig und frisch war. Leider verfolgt uns nämlich seitdem das Pech mit dem schlechten Wetter, sodass wir die Landschaft und die tollen Strände gar nicht wirklich genießen können und uns vor allem nachts ziemlich die Ärsche abfrieren. Von wegen in Australien ist es "immer" warm. Apropos nachts: Da wir uns das Geld für den Campingplatz sparen wollten - im Schnitt sind das schätzungsweise $50 für uns drei pro Nacht - entschlossen wir uns nach langem Hin und Her dazu, unser Zelt einfach mitten im Busch aufzuschlagen. Der ausgewählte Platz wurde dem Geruch zufolge zwar mit Sicherheit schon sehr oft als Klo benutzt, allerdings war es schon stockdunkel, ungemütlich kalt und irgendwie überall etwas gruselig, sodass wir uns den andern Deutschen anschlossen und den sandigen Weg entlang stapften, um unser windiges Häuschen am Peeplace aufzubauen. Nase zu und durch. Erlaubt war das wohl nicht, aber wenn hier selbst tagsüber nur maximal zwei Autos vorbeifahren, schauen doch nachts wenn überhaupt nur ein paar Kängaroos vorbei, dachten wir uns.
Am Donnerstag starteten wir dennoch schon sehr früh, weil wir (wieder einmal) ganz schön durchgefroren waren und uns nach ein paar Sonnenstrahlen, Windschatten oder zumindest einem heißen Tee sehnten. In Dunsborough dann die Erlösung: Leckere Hot Chocolate (bzw. 1 A Kaffe) at Hot Chocolatte. Was für eine Wohltat. Wenn wir schon beim Trinken sind, bleiben wir doch gleich dabei: Nach den Canal Rocks steuerten wir auf dem Weg nach Margaret River diverse Winerys an. Frei nach dem Spruch "Get Rich Or Drunk Trying" an der Wand hätte ich nach den 1.000 Tastings sicherlich nicht mehr Autofahren dürfen, aber irgendwie mussten wir ja weiterkommen, hülft ja nix. Wie unvernünftig, ja, ich weiß. So schlimm war's nicht, keine Sorge. Es folgten Cheese- und Chocolaterastings - dass das einfach nur traumhaft war, muss ich jetzt eigentlich nicht gesondert erwähnen. Nacht Zwei verbrachten wir dann - ich traue es mich eigentlich gar nicht sagen - in Pemberton. In "fuckin"' Pemberton! Und zwar wieder nicht am Campingplatz, das ist klar, man denke an die $50, sondern dieses Mal hinter einem Wasserturm (?) im Wald. Als wir die Türen des Autos öffneten, sagten wir wie abgesprochen alle drei gleichzeitig: "Des derf i meina Mutter niad verzöhln!" (oder eben "Das darf ich meiner Mama nicht erzählen!"). Das war schon eine harte Nummer. Wie nicht anders zu erwarten ging es aufgrund der Kälte und der anderen Umstände schon um 07:00 Uhr weiter, kurz auf den Diamond Tree, dem kleinen Bruder vom Gloucester Tree, und dann mit einigen Stops zum Betty Beach, dem ersten Campingplatz, den wir ansteuerten. Natürlich kostenlos, ohne Dusche, ohne fließend Wasser, mit Plumsklo, dafür aber direkt am Meer. Halb so wild, da wir heute tatsächlich schon das erste Mal warm duschen konnten - man muss nur die Augen offen halten. Insidertipp: Emu Point in Albany. Achja, ganz nebenbei gesagt waren die Natural Bridge und The Gap wirklich beeindruckend, nur hat uns auch dort das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Etwas enttäuscht und sehr geschlaucht aufgrund der langen Autofahrt saßen wir daher noch vor dem Aufbau des Zeltes ewig im Auto und gönnten uns eine Flasche Wein. Also jeder gönnte sich eine. Natürlich keine von einer Winery. Eine von Aldi. Für $2,95. Prost.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen