Seiten

Mittwoch, 20. September 2017

Tarzan And Jane.

Zwei Stunden antarktische Kälte auf der Tiomanferry und natürlich hatten wir keine warmen Klamotten dabei. Klimaanlage schön und gut, aber ich bin doch kein Hendl im Gefrierschrank. Durchgefroren ließen wir den restlichen Vormittag am Strand vor unserem Bungalow in Air Batang, im Volksmund ABC, verstreichen, um nochmal Kraft für die geplante Wanderung durch den Dschungel zu tanken. Am Strand vor unserem Bungalow - das hört sich wahnsinnig traumhaft an, ist es aber leider nicht ganz. Das Bett ist so hart, dass ich mich eigentlich auch gleich auf den Boden legen kann, Decken sind hier irgendwie Fehlanzeige und das schäbige Bad(eloch) einen Meter tiefer hat seinen Namen auch nicht verdient. Dafür gibt es an der Umgebung kaum etwas auszusetzen. Ruhig, entspannt, menschenleere Strände. Gut, der alte Bagger am Strand ist echt hässlich und ein bisschen heruntergekommen ist das hier schon alles, aber daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt.

Somit ging es mittags los über den Monkeybeach zur Monkeybay im Norden der Insel. Wie nicht anders zu erwarten, verliefen wir uns nach nicht einmal fünf Minuten schon das erste Mal und waren plötzlich zwischen riesigigen, runden, rutschigen Felsen gefangen, die Alex mit seinem "festen" Schuhwerk gleich mal zur Verweiflung brachten [Anm. Alex: Ja ja, schreib' ruhig dazu, warum wir uns verrannt haben!]. JA SORRY! Von den vielen Affen, die man hier auf der Strecke zu Gesicht bekommen soll, war dafür weit und breit nichts zu sehen. Nach ein paar "netten" Fotos am affenfreien und seelenruhigen Strand marschierten wir noch ein Häuschen weiter und landeten - wie sollte es auch anders sein - zum zweiten Mal mitten im Dschungel. In diesem Moment kam in mir schon das Gefühl der Gipfelkreuzsuche am Monteneu auf, des konn doch wohl niad woahr sa! Klappe Alex, du bist aber auch selbst schuld, wenn du dem Orientierungswunder die Führung überlässt. Letztendlich haben wir unser Ziel zwei Stunden, mehrere Stürze und eine Schürfwunde später dann doch noch erreicht. Wenigstens lag ich nicht die ganze Zeit auf dem Boden, Lang! Nachdem uns nach einer knappen Stunde wie aus dem Nichts auf einmal die erwarteten Affen regelrecht umzingelten, die bei mir zugegebenermaßen ein wenig Panik verbreiteten, machten wir uns flott wieder vom Acker. Ich musste nämlich ziemlich schnell feststellen, dass die kleinen Biester nicht so zu Scherzen aufgelegt sind und hatte dann nur noch Angst um meine Sachen. Zurück im ABC Chalet angekommen machten wir uns ausgehungert auf die Suche nach etwas Essbarem: Closed. Closed, please try later. Closed. Klasse, natürlich stand auch nirgends, wann die Restaurants wieder öffnen und zudem war kein Mensch in Sicht. Gefangen auf der Insel, wir werden hier verhungern. Um 19:00 Uhr war es dann aber endlich soweit (eventuell wegen dem Sonnenuntegang?) und wir hatten unser lang ersehntes Essen vor uns. Ich weiß ja nicht, was mit den Geschmacksnerven der Leute hier los ist oder ob sie überhaupt noch welche besitzen: Burn M*********er, Burn.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen