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Montag, 18. September 2017

Don't Mess With Melaka.

Wir haben es überlebt. Unser kleines weißes Racingcar ebenso.

Unausgeschlafen und mit ziemlich schlechter Laune meinerseits düsten wir los Richtung Süden und machten nach einer kurzen Fahrt Halt an der Blue Lagoon und anschließend am Aussichtspunkt Cape Rachado auf der Halbinsel Tanjun Tuan, den wir bei morgendlichen 30 Grad erklommen. Wie die Ladies das in ihren langen Hosen, Longsleeves und Jacken aushalten, wird mir wohl ein Leben lang ein Rätsel bleiben. Auf dem Weg nach oben machten wir Bekanntschaft mit ein paar Malaien, für die wir wohl mehr Attraktion waren, als ihr eigentliches Ausflugsziel: "my friends, my friends, where are you from?" - "from Germany" - *lustvoll und ehrfürchtig* "oooh Germany [...] Özil, Özil!". Alles klar, hier wird good old Germany also mit Özil verbunden. Natürlich durften die zwei neuen friends dann am Gruppenfoto auch nicht fehlen. Komplett durchgeschwitzt beim Auto zurück, legten wir dann am nahegelegenen Strand noch einen Stop ein, um nach der (für mich) schrecklichen Nacht und der kurzen, aber trotzdem anstrengenden Tour nochmal durchzuschnaufen und ein bisschen zu entspannen. Da Alex aber innerhalb einer Stunde zu Mr. Krabs mutierte (das ist nicht mehr normal, schmier di hald ei, Bou!), machten wir uns entlang tausender malaysischen Flaggen und zwischen Ölpalmen soweit das Auge reicht auch schon wieder auf nach Malakka, malaiisch Melaka. Am Autofahren finde ich mittlerweile übrigens sogar Gefallen, mit dem Automatikgetriebe ist das ja direkt gmiatlich.

In der richtigen Straße gelandet und das Auto laut GoogleMaps schon an der richtigen Stelle geparkt, dürfte es doch dann auch kein Problem sein, das heute morgen noch schnell gebuchte Yote-Hostel (mit guten Bewertungen) zu finden. Noch blöder würd ich mich anstellen! Eigentlich sollte ich es besser für mich behalten, aber wir liefen einfach mal satte 15 Minuten hin und her, auf und ab, wo der Eingang unserer Unterkunft doch direkt neben der Fahrertüre unseres Flitzers gewesen wäre. Naja, gebracht hätte uns mehr Hirnleistung auch nichts, da die Rezeption erst wieder ab 15:00 Uhr besetzt und es erst 14:00 Uhr war. Deshalb gingen wir erst mal in Tripadvisors #1 Restaurant essen, wurden dort aber zum ersten Mal etwas enttäuscht. Zumindest war es wieder billig und der "Root Beer Float" (Root Beer mit Vanilleeis) wie auch die traditionell malaiischen "Kuih" (div. Desserts aus Reis ... oder so?) eine Erfahrung wert. Nach der lang ersehnten Dusche erkundeten wir dann noch ein bisschen die sehr von den Chinesen geprägte Stadt mit ihren zum Teil unglaublich kitschigen Seiten. Über den roten Platz marschierten wir hoch zur St. Pauls Church, bei der wir bei brütender Hitze den schönen Ausblick genossen und anschließend am Melaka River entlang zur Jonker Street, der bekanntesten Straße des Ortes, in der Fr - So ab 18:00 Uhr der gut besuchte Nachtmarkt stattfindet. Hier kann man nicht nur haufenweise Plastikglump kaufen, sondern sich vor allem auch an unterschiedlichste malaiische und chinesische Snacks heranwagen und wird - das muss man den Malaiien sehr positiv anmerken - im Gegensatz zu den Märkten in Thailand nicht ständig schräg von der Seite angelabert. Hier bekamen wir das bisher beste Essen (brown rice with satay) serviert. Worauf die Bewohner Malakkas nebenbei gesagt anscheinend sehr stolz sind, ist ihr "Father Of Bodybuilders In Malaysia", von dem man hier zahlreiche und riesige Statuen findet. Naja, warum auch nicht? Zurück beim Hostel parkten wir noch schnell das Auto um, da wir laut der netten Dame vom Hostel morgen (werktags) sonst ein Ticket hätten lösen müssen. WAS bitte soll dann dieser Strafzettel an der Windschutzscheibe? Es ist SONNTAG! Wasch laaabert die Alte von Yote? Herrschaftszeit'n, des konn niad ihr Ernst sa! Die 30 RM (~ 6 €) zohl'n ma sicha niad! Wir wüssten ja nicht mal wie!




PS: Zum Glück war Alex gerade nochmal beim Auto, um sein Buch zu holen,
die Ott hat nämlich das Licht brennen lassen.

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