Day 34
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Kaikoura | Christchurch | Lyttelton
Mehr Glück als Verstand - so lässt sich unsere Autoaction am besten beschreiben. Nachdem wir gestern am Kean Viewpoint in Kaikoura komplett die Zeit vergessen haben, stundenlang im Auto saßen, schon zum dreißigsten Mal der gute alte Ed Sheeran im Radio lief und wir in der Dunkelheit dann doch mal einen Schlafplatz aufsuchen wollten, darf man sich nicht wundern, wenn das Auto nicht mehr anspringt. Aber es gibt Schlimmeres, als direkt an der Promenande umgeben von ein paar Seelöwen die Nacht zu verbringen, an der Campen eigentlich verboten ist. Lachen mussten wir ja schon - und dann waren da auch noch die Antworten der Machinenbaustudenten und des Polizisten auf die Frage, wie man denn ein Auto überbrückt:
#1 „Mit einer Batterie und einem Überbrückungskabel.“ Ach nee?
#2 „Ihr braucht ein zweites Auto.“ ACH NEE?
#3: „Die Kabel kennst du, oder? Kabel mit Klemmen an beiden Enden“ Meine Herren, ganz blöd bin ich auch nicht.
#4: „Bloß nicht ohne probieren, da fließt extrem viel Strom!“ Ja Herrschaftszeit‘n, glabst i halt da mei Hoarspangerl eine?
Was für ein Dusel, dass wir auf die Hilfe der deutschen und auch die der neusseländischen und asiatischen (die müssen hier natürlich auch erwähnt werden) Männer nicht zurückgreifen mussten und unsere Karre heute Morgen nach unserem schönen Spaziergang auf der Halbinsel bei Versuch Nummer Zwei auch so wieder ansprang. Ohne Radio und somit ohne US No. 1 Ed Sheeran drehten wir ein paar Runden in Kaikoura und schon war wieder alles im grünen Bereich. Beim Famous Kaikoura Seafood BBQ Kiosk sah ich dann aber Rot und konnte unsere Mega-Fischplatte (Whitebait Fritter, Crayfish Fritter, Mussels, Salmon, Grilled Fish, Prawns) nicht ganz vor den tausend plötzlich anfliegenden Möwen verteidigen. Ja, das dumme Viech auf dem Bild war der Übeltäter und hat sich eine Garnele geschnappt. Bei zwischenzeitlich strömenden Regen traten wir dann unsere letzte große Fahrt an, verpassten wegen eines Unfalls auf dem schon beschriebenen Hwy 70 zum zweiten Mal die Pies in Sheffield und kamen am frühen Abend in Christchurch an. Genauer gesagt im „Café“ Berlin. Naja, die alte, unfreundliche Grantl hinter der Wursttheke passt schon zu ihrer hässlich eingerichteten Bude und ist - wie würden wir ganz einfach sagen - halt aus dem Osten. Schade, dass die Leute hier so einen Eindruck von Good Old Germany bekommen. Immerhin war der Kaffee gut.
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