Day 02
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Sanders Reserve | Piora Gorge And Falls | One Tree Point | Mount Manaia | Kawakawa
Start your day right. Die Möglichkeit einer kostenlosen, heißen, sauberen Dusche im Sanders Reserve durften wir natürlich nicht auslassen und damit sich diese auch wirklich lohnt, bin ich dort noch vor dem Frühstück ein bisschen bergauf bergab den Walkway entlanggelaufen. Für die anstehenden fünf Wochen habe ich mir aus sportlicher Sicht einiges vorgenommen, sonst geht es wirklich nur noch steil bergab mit mir und meiner Kondition. Auf geht‘s, pack ma’s, stop making excuses. Ach, wie oft ich mir das in letzter Zeit schon eingeredet habe, haha. Nach dem leckeren, entspannten Frühstück made by Joe (Dankeschön!) ging es zurück auf die Straße Richtung Norden. Highlight des Tages war definitiv die Besteigung des Mount Manaia, die 1.500 Stufen haben sich definitiv gelohnt. Auf der anschließenden Suche nach einem schönen Plätzchen für unsere fahrbare Unterkunft machten wir Halt bei der Library in Kawakawa, die wir nach dem fünften Mal Wenden endlich fanden. Faust, Goethe, Schiller, Kafka, Grimm - nein, letztere(r) sicha niad - ... alle landeten in unserer Tasche, damit wir die nächsten Abende unseren Horizont in der deutschen Literaturgeschichte erweitern können. Oh Gott, natürlich nicht, ich bin nach zwei Monaten weg von dahoam noch nicht komplett durchgedreht, keine Sorge. Es ging uns einzig und allein um das kostenlose Wifi. Zwar haben wir durch unseren mobilen Router 5 GB (für verdammte NZ$70) zur Verfügung, aber die müssen sorgsam eingeteilt werden.
Eigentlich wollten wir ja abends dann noch gurde alte „Penne mit Tomatensoße“ kochen, die ich übrigens seit ich unterwegs bin noch kein einziges Mal gegessen habe (von wegen typisches Campingessen), allerdings gab es dann so viel im Internet auszuchecken, dass wir uns um kurz nach 21:00 Uhr wieder für einen schnellen Salat und Brotzeit entschieden. Beim entspannten Schnibbeln wurden wir von einem Typen, der mit seinem Auto mitten auf der Straße anhielt, gefragt, ob wir denn hier Campen wollen, woraufhin er hinzufügte, dass das hier eine gefährliche Gegend ist und er uns das nicht empfehlen würde. Seine eingeschüchterten Blicke nach links und rechts waren für mich Schisser wie auch die heruntergekommenen Läden ziemlich angsteinflößend, weswegen wir uns mit angemachten Salat und offener Thunfischdose auch schon zum Essen ein neues Plätzchen suchten. Die berühmte Hundertwassertoilette direkt neben uns konnte ich im Zuge dessen leider auch nicht mehr benutzen, von der ich ständig redete, Mist. Vor einem Museum mitten in der Pampa fühlten wir uns kurzzeitig etwas sicherer, bis sich jemand mit Taschenlampe annäherte und das Licht dieser dann plötzlich aus ging. Hilfe, Motor starten, schnell weg hier, ganz schnell. Vielleicht wollte der Typ auch einfach nur das Tor hinter uns schließen, wir werden es nie erfahren. An einer steinigen Straße im Wald konnten wir dann letztendlich aufatmen - nur nicht zu stark, die Massen an kleinen Fliegen wären sonst wohl wirklich gefährich geworden.
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