Day 19 And 20
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Franz Josef | Fox Glacier | Lake Matheson
Entspannte zwei Tage liegen hinter uns. Bei Traumwetter ließen wir es uns im Café in Franz Josef und am Lake Matheson gutgehen. Joe gönnte sich gestern den Helihike und wanderte ein bisschen am Franz Josef Glacier, während ich die Zeit vor der Waschmaschine und am Telefon verbrachte. Endlich wieder „saubere“, nein, sagen wir eher „geruchsfreie“ Klamotten und schön, mal wieder altbekannte Stimmen zu hören. Nachmittag stapften wir kurz zur Aussichtsplattform des Fox Gletschers. Der Blick auf die 32 km^2 große Eisfläche war zugegebenermaßen sehr unspektakulär, wenn man aber die Schilder passiert, die die Größe dieser vor 300 oder 100 Jahren markieren, wird einem schon ein bisschen anders. Besorgniserregend, wie schnell sich das Eis hier zurückgezogen hat. Für Streber: Der Franz Josef und Fox Gletscher sind neben einem weiteren in Argentinien die einzigen, die direkt im Regenwald münden. Wieder was gelernt. Das gegensätzliche Neuseeland ist schon faszinierend. Eisblaue Gletscher, schon fast unecht erscheinend grüne Hügel, gemäßigter Regenwald und traumhaft weiße Sandstrände geben sich hier die Hand - das alles macht Neuseeland so einzigartig, dass sich die beiden Inseln gar nicht in einem Satz beschrieben lassen. Von der Tierwelt und den damit verbundenen Problematiken ganz zu schweigen, aber dazu mal ein anderes Mal. In der Dunkelheit rafften wir uns jedenfalls ausnahmsweise noch zum kurzen Glühwürmchenwalk in Fox auf und suchten uns danach erneut einen kostenfreien „Campingplatz“, diesmal neben bzw. in einem Flussbett, da uns auf dem erstgewählten Weg zwischen Wiesen und Wäldern eine Herde Kühe den Weg versperrte. Man bin ich erschrocken, gruselig. Was ich ja im Übrigen absolut gar nicht vermisse, ist die dunkle, deprimierende Winterzeit in Deutschland in - hier ist es derzeit nämlich erst gegen 22:00 Uhr dunkel und darüber hinaus haben wir nach wie vor den Wettergott auf unserer Seite. Dafür nerven die fiesen, stechenden Sandfliegen umso mehr, was für Biester. Gegen die gibt es leider nur sehr wenig Wirksames, dafür viel Teures. Es hilft nur der Mord.
Zum heutigen Tag lässt sich nicht besonders viel erzählen, außer, dass ich seit über einem halben Jahr (wenn nicht noch länger) mal wieder die 10 Kilometer Marke gekackt habe und den Lake Matheson nach unserem morgendlichen Spaziergang noch ganze dreimal umlaufen habe. Bezüglich der Zeit möchte ich keine Auskunft geben - es war aber auch wirklich heiß. Die anschließende (Solar-)Dusche am Straßenrand werde ich mit Sicherheit nicht so schnell vergessen, verrückte G‘schicht, zum Glück kennt uns hier keiner. Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir zurück in Franz Josef, saßen mit einem NZ Lager am Waiho River und trafen uns anschließend mit Laura und der Helicrew in der Snake Bite Brewery. Kiwi or Kea? Human, fruit or bird? Or all together? Selten so viel gelacht - Flo, der die nächsten Wochen sämtliche Gespräche mit seinen Kollegen wohl eher meiden wird, tut mir jetzt schon leid. Aber ... Dummheit muss bestraft werden. Ja, und warum wir plötzlich so lange „an einem Fleck“ verweilen? You‘ll see tomorrow.
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