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Samstag, 16. September 2017

You Have Muscles And I'm Fuckin' Fat.

Mit diesen Worten begrüßte mich heute Nachmittag Tuktukfahrer Roy, die coole Socke, der seinen Bruder vertreten hat und uns zum Tonle Sap Lake, dem größten See Südostasiens brachte. Trotz der wirklich amüsanten Hin- und vor allem Rückfahrt bei aufziehendem Gewitter, muss ich das, was ich zu Beginn über die Kambodschaner losgeworden bin, leider ein kleines bisschen revidieren. Auch wenn wieder alle sehr zuvorkommend waren, fühlten wir uns heute bei der Tour nicht ganz so wohl in unserer Haut, da der Guide, der uns auf unserem "Privatboot" zur Floating Village begleitet hat, in jedem Satz von der Armut der Bewohner dieser berichtete und das alles sehr schnell in Richtung Touristenabzocke ging. Hier eine Spende for the poor schoolkids, da nochmal extra zahlen und zuletzt natürlich das Trinkgeld nicht vergessen. Gurd, ich würde es an seiner Stelle wohl genauso machen. Zum Glück ließen wir uns aber nicht darauf ein (für die Bootstour durch den Mangrove Forest hatten wir nebenbei gesagt nicht mal genug Bargeld im Beidl) und bekamen - auch wenn die insgesamt $25 unserer Meinung nicht gerechtfertigt sind - an unserem schon wieder letzten Tag in Kambodscha noch einen Eindruck in das Leben außerhalb des Stadtzentrums. In der Trockenzeit kann man sich den Ausflug im Übrigen sparen - zu dieser Zeit bedeckt das Wasser nur ca. 2.500 m^2 der jetzigen etwa 12.000 m^2.

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